{"id":68534,"date":"2025-11-03T12:00:19","date_gmt":"2025-11-03T10:00:19","guid":{"rendered":"https:\/\/casinobeats.com\/de\/?p=68534"},"modified":"2025-11-03T12:00:20","modified_gmt":"2025-11-03T10:00:20","slug":"spielsuechtige-australier-werden-von-offshore-gluecksspiel-unternehmen-angepeilt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/casinobeats.com\/de\/2025\/11\/03\/spielsuechtige-australier-werden-von-offshore-gluecksspiel-unternehmen-angepeilt\/","title":{"rendered":"Spiels\u00fcchtige Australier werden von Offshore Gl\u00fccksspiel-Unternehmen angepeilt"},"content":{"rendered":"\n
Australiens nationales Selbstsperrsystem BetStop, das Menschen mit Spielsucht sch\u00fctzen soll, ger\u00e4t zunehmend unter Druck. Eine Untersuchung der Australian Communications and Media Authority (ACMA) zeigt, dass internationale Gl\u00fccksspielanbieter gezielt Personen ansprechen, die sich vom Gl\u00fccksskpiel in Australien ausgeschlossen haben. Diese Offshore-Unternehmen nutzen aggressive Marketingstrategien<\/a> und umgehen bestehende Schutzmechanismen, um gef\u00e4hrdete Spieler wieder zum Wetten zu bewegen.<\/p>\n\n\n\n BetStop wurde im August 2023 eingef\u00fchrt und z\u00e4hlt inzwischen rund 45.000 registrierte Nutzer. Wer sich eintr\u00e4gt, darf von lizenzierten Anbietern weder kontaktiert noch zum Spielen zugelassen werden. Damit gilt das System als zentraler Baustein des australischen Spielerschutzes. Doch die Realit\u00e4t zeigt eine andere Entwicklung. Offshore-Betreiber, viele davon mit Sitz im niederl\u00e4ndischen Karibikgebiet Cura\u00e7ao, werben gezielt um jene, die sich bewusst ausgeschlossen haben. Sie bedienen sich sogenannter Affiliate-Netzwerke, die mit verlockenden Bonusangeboten und manipulativen Botschaften werben.<\/p>\n\n\n\n Auf den beworbenen Webseiten werden hohe Willkommensboni von bis zu 10.800 US-Dollar angeboten. Diese werden mit Slogans verbunden wie \u201eEs ist nie zu sp\u00e4t, zum Spiel zur\u00fcckzukehren.\u201d Die Anbieter umgehen damit gezielt die australischen Vorschriften, indem sie keine direkten Kontakte herstellen, sondern \u00fcber Drittdienste agieren, die schwer nachzuverfolgen sind.<\/p>\n\n\n\n Die ACMA bezeichnet dieses Vorgehen als besorgniserregend und opportunistisch. Nach Angaben der Beh\u00f6rde laufen derzeit Untersuchungen, wie weit das Netzwerk solcher Offshore-Seiten reicht und welche Akteure dahinterstehen. Ein gro\u00dfes Problem liegt in der schwer kontrollierbaren Struktur der Affiliates. Sie wechseln regelm\u00e4\u00dfig ihre Domainnamen, tauchen unter neuen Identit\u00e4ten wieder auf und nutzen internationale Zahlungsdienstleister, um Geldfl\u00fcsse zu verschleiern. F\u00fcr die australischen Aufsichtsbeh\u00f6rden ist die Durchsetzung nationaler Regeln so nur begrenzt m\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n Fachleute wie die Gl\u00fccksspielwissenschaftlerin Nerilee Hing warnen vor einer gezielten Ausnutzung besonders verletzlicher Spieler. Sie spricht von einem systematischen Versuch, den Selbstschutz zu unterlaufen und emotionale Schw\u00e4chen auszunutzen. Viele dieser Menschen w\u00fcrden gerade \u00fcber BetStop Abstand vom Gl\u00fccksspiel suchen und gerieten nun erneut in die Versuchung. Hing fordert eine engere internationale Zusammenarbeit der Regulierungsbeh\u00f6rden und sch\u00e4rfere Ma\u00dfnahmen gegen Zahlungswege, die Offshore-Anbieter nutzen.<\/p>\n\n\n\n Auch in der Politik w\u00e4chst der Druck, die bestehenden L\u00fccken zu schlie\u00dfen. Experten empfehlen, Affiliate-Plattformen gezielt zu blockieren und technische Filter zu erweitern, die den Zugang zu illegalen Gl\u00fccksspielseiten erschweren. Gleichzeitig soll die Kooperation mit Banken und Zahlungsdienstleistern verst\u00e4rkt werden, um Transaktionen an nicht lizenzierte Anbieter zu unterbinden.<\/p>\n\n\n\nGezielte Werbung auf gesperrte Spieler<\/h2>\n\n\n\n
Affiliate-Netzwerke als Einfallstor<\/h2>\n\n\n\n
Beh\u00f6rden sehen akute Gef\u00e4hrdung<\/h2>\n\n\n\n
Forderungen nach h\u00e4rteren Ma\u00dfnahmen<\/h2>\n\n\n\n
Zukunft des Spielerschutzes in Australien<\/h2>\n\n\n\n