Die derzeit geltenden gesetzlichen Regelungen greifen jedoch nur eingeschr\u00e4nkt.<\/a> Ein zentraler Punkt ist die Frage, ob virtuelle Gegenst\u00e4nde als werthaltig anzusehen sind und damit unter die Gl\u00fccksspielvorschriften fallen. Die Rechtslage bleibt in diesem Bereich unklar.<\/p>\n\n\n\nPolitische Forderungen<\/h2>\n\n\n\n Vor diesem Hintergrund fordert der Bundesrat die Bundesregierung auf, konkrete gesetzliche Anpassungen zu pr\u00fcfen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Altersverifikation. Spiele, die Lootboxen enthalten, sollen k\u00fcnftig erst ab 18 Jahren zug\u00e4nglich sein. Der Vorsto\u00df orientiert sich an einer Empfehlung der Europ\u00e4ischen Kommission aus dem Juli 2025, die eine einheitlichere Regulierung innerhalb der EU anstrebt. Der Bundesrat betont, dass ein wirksamer Schutz nur mit verl\u00e4sslichen Alterskontrollen zu erreichen ist.<\/p>\n\n\n\n
Ein weiterer Punkt betrifft die Transparenzpflichten. Anbieter sollen k\u00fcnftig offenlegen, welche Inhalte Lootboxen enthalten und welche Gewinnwahrscheinlichkeiten gelten. Zudem soll klar erkennbar sein, welche Kosten f\u00fcr den Spieler entstehen k\u00f6nnen. Warnhinweise zu m\u00f6glichen Risiken sollen verpflichtend werden. Die L\u00e4nder greifen damit Prinzipien auf, die bereits bei der Regulierung der Gl\u00fccksspielwerbung etabliert sind.<\/p>\n\n\n\n
Auch auf europ\u00e4ischer Ebene erwartet der Bundesrat weitergehende Ma\u00dfnahmen. Die L\u00e4nder sprechen sich daf\u00fcr aus, dass ein neuer Rechtsrahmen entsteht, der Mechaniken wie Pay to Win oder Pay to Progress st\u00e4rker in den Blick nimmt. Wichtig sei eine verpflichtende Offenlegung von Gewinnwahrscheinlichkeiten und klaren Preisstrukturen. Ziel ist ein einheitlicher Verbraucherschutz, der unabh\u00e4ngig vom Herkunftsland eines Spiels gilt.<\/p>\n\n\n\n
Gesundheitsschutz und Informationsarbeit<\/h2>\n\n\n\n Neben den regulatorischen Aspekten richtet sich die Entschlie\u00dfung auf eine breitere Verankerung des Themas im Gesundheitsschutz. Der digitale Raum soll in die nationalen Gesundheitsziele aufgenommen werden. Dadurch k\u00f6nnten Risiken, die aus digitalen Kaufmechanismen entstehen, systematischer erfasst und bewertet werden. Erg\u00e4nzend fordert der Bundesrat eine Ausweitung der Informationsangebote durch das Bundesinstitut f\u00fcr \u00d6ffentliche Gesundheit. Die Materialien sollen in verschiedenen Formaten verf\u00fcgbar sein. Jugendliche sollen an der Erstellung beteiligt werden, damit die Inhalte zielgenauer auf ihre Bed\u00fcrfnisse zugeschnitten sind.<\/p>\n\n\n\n
Auswirkungen auf die Spielebranche<\/h2>\n\n\n\n Die Initiative des Bundesrates setzt ein deutliches Signal an die Spieleentwickler. Viele Studios greifen seit Jahren auf zufallsbasierte Monetarisierungsmodelle zur\u00fcck. Sollte der Gesetzgeber den Forderungen folgen, m\u00fcssten Anbieter ihre Spielstrukturen anpassen. Besonders Unternehmen, die einen gro\u00dfen Teil ihrer Einnahmen \u00fcber Lootboxen erzielen, w\u00e4ren gezwungen, transparentere Modelle zu entwickeln. F\u00fcr die Branche k\u00f6nnte dies einen sp\u00fcrbaren Wandel bedeuten. Die L\u00e4nder sehen darin eine Chance, bestehende Schutzl\u00fccken zu schlie\u00dfen und den Spielerkonsum im digitalen Raum verantwortungsvoller zu gestalten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"
Der Bundesrat hat eine Entschlie\u00dfung verabschiedet, die auf eine strengere Regulierung von Lootboxen und vergleichbaren Mechaniken in Videospielen abzielt. Die L\u00e4nder reagieren damit auf eine Entwicklung, die seit Jahren an Bedeutung gewinnt. Digitale Spiele geh\u00f6ren zu den meistgenutzten Freizeitangeboten junger Menschen, und mit ihnen haben sich kaufbasierte Zufallssysteme etabliert, die aus Sicht des Jugendschutzes nicht […]<\/p>\n","protected":false},"author":144,"featured_media":70193,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","tdm_status":"","tdm_grid_status":"","footnotes":""},"categories":[115],"tags":[],"class_list":["post-70192","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-news"],"acf":[],"yoast_head":"\n
Bundesrat dr\u00e4ngt auf sch\u00e4rfere Regeln f\u00fcr Lootboxen in Games<\/title>\n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n\t \n\t \n\t \n \n \n \n\t \n\t \n\t \n