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Die britische Regierung erwägt eine Anpassung der Gebühren für Glücksspiel-Lizenzen und hat eine öffentliche Konsultation gestartet. Das zuständige Department for Culture, Media and Sport hat das Verfahren Ende Januar eröffnet, Stellungnahmen können noch bis Ende März eingereicht werden. Hintergrund ist die angespannte finanzielle Lage der Glücksspiel-Kommission, deren Aufgabenbereich in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen ist.
Die Regierung stellt in den begleitenden Unterlagen klar, dass die bestehende Gebührenstruktur nicht mehr ausreiche, um die Arbeit der Glücksspielaufsicht langfristig zu finanzieren. Seit der letzten Anpassung im Jahr 2021 seien sowohl die regulatorischen Anforderungen als auch der Aufwand für Marktüberwachung und Durchsetzung gestiegen.
Wachsende Aufgaben und steigende Kosten
Die Gambling Commission sieht sich zunehmend mit komplexeren Herausforderungen konfrontiert. Neben der laufenden Überwachung lizenzierter Anbieter spielt die Bekämpfung illegaler Glücksspielangebote eine wachsende Rolle. Gleichzeitig ist der regulatorische Rahmen in Großbritannien dichter geworden, was zusätzlichen personellen und technischen Aufwand erfordert.
In den vergangenen Haushaltsjahren musste die Behörde mehrfach auf vorhandene Rücklagen zurückgreifen, um ihren Betrieb aufrechtzuerhalten. Nach Einschätzung der Regierung kann dieses Vorgehen nicht dauerhaft fortgeführt werden. Ohne zusätzliche Einnahmen drohe eine Einschränkung der Aufsichtstätigkeit, was wiederum negative Auswirkungen auf den regulierten Markt haben könnte.
Drei Varianten zur Anpassung der Gebühren
Im Rahmen der Konsultation werden drei Modelle zur Erhöhung der Lizenzgebühren vorgestellt. Die erste Option sieht eine durchschnittliche Anhebung um 30 Prozent vor. Dieses Modell wird von der Gambling Commission als bevorzugte Lösung bezeichnet, da es den aktuellen Finanzierungsbedarf vollständig abdecken würde. Nach Berechnungen der Regierung könnten dadurch jährlich zusätzliche Einnahmen in Höhe von rund 8,7 Millionen Pfund erzielt werden.
Eine zweite Variante sieht lediglich eine Erhöhung um 20 Prozent vor. Diese Lösung würde zwar zu Mehreinnahmen führen, jedoch nicht ausreichen, um das bestehende Defizit vollständig zu schließen. In diesem Fall wären Einsparungen oder eine Reduzierung bestimmter Aufsichtsaktivitäten erforderlich.
Die dritte Option kombiniert beide Ansätze. Auch hier ist eine Erhöhung um insgesamt 30 Prozent vorgesehen, allerdings mit klarer Zweckbindung. Während 20 Prozent für den allgemeinen Haushalt der Gambling Commission vorgesehen wären, sollen weitere 10 Prozent gezielt in Maßnahmen gegen den Schwarzmarkt fließen. Für diesen Bereich könnten nach Angaben der Regierung etwa 2,6 Millionen Pfund bereitgestellt werden.
Mögliche Folgen für lizenzierte Anbieter
Welche finanziellen Auswirkungen eine Gebührenerhöhung konkret hätte, hängt von mehreren Faktoren ab. Die Höhe der Lizenzgebühren richtet sich nach Art der Lizenz, Geschäftsmodell und Umsatz der jeweiligen Betreiber. Besonders größere Unternehmen müssten bei einer Umsetzung der höheren Modelle mit spürbaren Mehrkosten rechnen.
Die Regierung betont jedoch, dass die Gebühren weiterhin verhältnismäßig ausgestaltet bleiben sollen. Eine gut ausgestattete Aufsichtsbehörde liege auch im Interesse der Branche, da sie für stabile Marktbedingungen sorge und den Wettbewerb mit illegalen Anbietern eindämme.
Zeitplan und weiteres Vorgehen
Nach Abschluss der Konsultation will das Department for Culture, Media and Sport alle eingegangenen Stellungnahmen auswerten. Auf dieser Grundlage soll entschieden werden, ob und in welcher Form eine Anpassung der Lizenzgebühren umgesetzt wird. Eine Änderung würde über eine entsprechende Verordnung erfolgen.
Nach aktuellem Stand könnten neue Gebühren frühestens im Oktober 2026 in Kraft treten. Bis dahin bleibt offen, welches der vorgeschlagenen Modelle sich durchsetzt und wie stark Glücksspielanbieter künftig zur Finanzierung der britischen Glücksspielaufsicht beitragen müssen.









