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Kann man mit Online Poker wirklich Geld verdienen und welche Einnahmen sind überhaupt möglich? Wer weiß es besser als jemand, der jahrelang selbst als Pokerprofi gearbeitet hat: Björn Scholz war bereits an vielen Online Poker Tischen unterwegs, hat einige kluge Strategien entwickelt und dabei wertvolle Einblicke gewonnen.
Interview mit Pokerprofi Björn Scholz
Im Interview mit CasinoBeats gibt Herr Scholz ehrliche Tipps und erklärt, was realistisch ist und was nur noch sehr schwer erzielt werden kann. Plus: wichtige Strategien und Tipps zum Geldverdienen.
“Ich glaube, dass fast alle relevanten Profis mehr oder weniger ohne Zwang und ohne den unbedingten Willen, Poker-Profi zu werden, genau das geworden sind: Poker-Profi”, erklärt er.
“Denn letztlich bedarf es einer Menge Disziplin, noch mehr Wissen und einer gewissen Resilienz, um Verlustphasen selbstbewusst zu überstehen. Wer sich in dieser wichtigen und vor allem langen Lernphase zu sehr unter Druck setzt, hat es schwer, das entsprechende Mindset zu entwickeln.”
Was war für Sie der entscheidende Moment, als Sie beschlossen haben, Poker zu Ihrem Beruf zu machen?
Ich kam über einen damaligen Kommilitonen mit dem Online-Poker in Berührung. Er weckte mein Interesse, ich las einige Online-Guides und stellte fest, dass auch Mathematik ein Teil dieses Spiels ist.
So kam es, dass ich mich bei einer Pokerplattform anmeldete, zunächst bei Freerolls meine ersten Centbeträge gewann und anschließend ein Pokerbuch nach dem anderen las.
Wie ging es weiter?
Meine kleinen Centbeträge setzte ich bei Cash-Tischen ein, spielte Sit and Go’s (SNGs). Schließlich wurden aus den Centbeträgen Dollarbeträge, zweistellige Dollarbeträge, dreistellige Dollarbeträge und am Ende vierstellige Beträge und mehr.
Dank der zusätzlichen Zeit lernte ich mehr, spielte mehr, führte einen Rhythmus ein und begann regelmäßig so viel zu gewinnen, dass ich mir ein nettes Leben leisten konnte – und anschließend nach Malta zog.
Welchen essenziellen Tipp würden Sie jemandem geben, der gerade erst anfängt und langfristig profitabel sein möchte?
“Wer sich zu sehr unter Druck setzt oder ängstlich spielt, verliert auf Dauer.”
Für mich besteht Poker aus mehreren elementaren Säulen. Die wichtigste Säule ist dabei das Wissen. Ambitionierte Spieler sollten sich täglich weiterbilden, Bücher lesen, Coachings buchen, Handanalysen betreiben.
Komplementär zum Wissen ist, dass das Poker um echtes Geld eine hohe Stressresilienz benötigt – und die Erkenntnis, dass Verlieren zum Spiel dazugehört.
Wer also profitabel spielen möchte, sollte viel lernen, sich selbst überprüfen, ohne Angst spielen und sich nicht großen Träumereien hingeben. Oder nach einer kurzen guten Phase direkt einige Limits aufsteigen.
“Bestimmte Varianten erschweren echte Gewinne im Poker”
Weiterhin kann ich sagen, dass viele professionelle Spieler und auch ich in den vergangenen Jahren versuchten, die schnellen, neuen, arcadigen Poker-Spiele (All in or Fold, Spin and Win, Rush & Cash etc.) gewinnbringend zu schlagen. Doch der Glücksspiel-Faktor überwiegt gegenüber dem Können deutlich, und so sind Gewinne im Prinzip nur noch möglich, wenn ein Spieler nahezu perfekt spielt.
Wer heutzutage Geld gewinnen möchte, sollte sich einerseits auf eine bestimmte Poker-Variante spezialisieren, sich so seine Nische suchen und gleichzeitig die anderen Dauergäste an den Tischen analysieren.
“Der unangenehmste Gast am Tisch werden”
Abseits vom Geld sollte das Ziel sein, der unangenehmste Gast an den Tischen zu werden, um die Tische dauerhaft zu dominieren. Aber hierfür bedarf es auch einer Menge Resilienz und Fleiß, da hier auch das Studium der Gegenspieler stark in den Fokus rückt. Dazu kommt, dass sich diese Spieler oft ebenso verbessern und anpassen. Das heutige Pokerspiel ist eher mit einem Wettrüsten zu vergleichen.
Wie viel Geld kann man mit Online Poker wirklich verdienen? Was ist realistisch?
Diese Frage kann ich nur ganz schwer seriös beantworten. Vor 15 Jahren war es noch verhältnismäßig einfach, mehrere hundert Euro im Monat zu gewinnen. Die etwas besseren Spieler konnten monatlich vierstellige Beträge auscashen und richtig gute Spieler 10.000 € und mehr.
Seriöse Spieler erzielten, besonders beim Cash Game und bei den Sit-and-Go’s, konstante Gewinne, und beim Turnierpoker wechseln sich gute Monate mit schlechten Monaten ab.
“Pokerturniere sind der einzige Weg, um bei deutschen Pokerseiten wirkliches Geld zu verdienen.”
Außerdem gab es damals einen entscheidenden Vorteil zur heutigen Zeit: Ongame oder Plattformen wie Full Tilt und PokerStars erlaubten ein nahezu grenzenloses Multitabling.
Sobald das eigene Spielniveau deutlich über dem Durchschnitt der Gegenspieler lag und da immer wieder schlechte Spieler nachrückten, lohnte sich das Spielen an 4, 8, 12 – und bei besonders ehrgeizigen Spielern schließlich sogar an 30, 40 oder 50 Tischen zur gleichen Zeit.
Doch heute erlauben die in Deutschland lizenzierten Pokeranbieter aus Lizenzgründen nur noch vier Tische gleichzeitig und schränken so das Spiel drastisch ein – besonders für die besseren Spieler.
„Auf GGL-Pokerseiten ist es um ein Vielfaches schwieriger, dauerhaft genug Geld zu gewinnen.“
Zusätzlich gehört zum Geldverdienen auch ein ordentliches Rakeback- und Poker-Bonusprogramm. Doch auch das schränken die Anbieter mit der Einführung der deutschen Glücksspiellizenz extrem ein und finanzieren gewissermaßen die Glücksspielsteuer mit dem Rotstift im Treueprogramm. Das bedeutet, dass es heutzutage auf GGL-Pokerseiten um ein Vielfaches schwieriger ist, dauerhaft genug Geld zu gewinnen, um davon leben zu können.
„Langfristige Gewinneinnahmen sind bei den Formaten Rush & Cash oft nicht einfach.„
Um mehr Hände zur gleichen Zeit zu spielen, greifen viele Spieler auf die Formate Rush & Cash zurück. Doch wie schon weiter oben erwähnt, muss hier enorm viel passen, um dauerhafte Gewinne zu erzielen. Wer also in lizenzierten Pokerräumen dauerhaft Geld verdienen möchte, der kommt entweder um diese Formate nicht herum, mit einer Ausnahme: Pokerturniere.
„Um nichts anderes als um Platz 1 spielen.“
Um Pokerturniere gewinnbringend zu schlagen, bedarf es noch mehr Wissen und Übung – ebenso wie einer maximalen Stressresistenz. Besonders wenn es darum geht, bei den wenigen entscheidenden Turnieren im Geld zu sein, zu attackieren und um nichts anderes als um Platz 1 zu spielen. Nur solche Spieler können heutzutage noch monatlich vierstellige Beträge und mehr erzielen. Mit allen anderen Varianten wird es schwer.
Was hilft Ihnen dabei, Entscheidungen unter Druck zu treffen?
“Viele Anfänger spielen unter Druck passiv und lassen eine entscheidende Chance liegen.”
Zu Beginn meiner Online-Poker-Karriere gab es einige wenige Situationen, an die ich mich erinnern konnte, weil es wirklich schwierige Entscheidungen zu treffen gab. Ich setze hier Druck mit der Angst, die falsche Entscheidung zu treffen, gleich.
„Wenn es einfach keine guten Karten gibt.“
In einer Endphase eines Turniers weiß jeder gute Spieler, wann er handeln muss und wann nicht. Doch wenn es einfach keine guten Karten auf die Hand gibt, schrumpft dieses Fenster und die Bandbreite der zu spielenden Starthände schnell.
Fast alle Anfänger – wenn es um einen relevanten Geldbetrag geht – spielen genau in dieser Situation unter Druck zu passiv, lassen sich aus der Hand drücken und vermeiden All-in-Situationen.
Doch genau hier liegt der große Fehler, und viele Spieler lassen hier die entscheidende Chance liegen, sich noch einmal einen schlagkräftigen Chipstack zu erkämpfen.
Die Frage, was bei solchen Entscheidungen hilft, ist ganz einfach das Wissen um diese Situation und eine entsprechende Erfahrung.
Außerdem sollten Spieler bei ihren Limits bleiben und sich Stück für Stück nach oben erarbeiten. Wenn ich es als Spieler gewohnt bin, Entscheidungen zu treffen, bei denen es am Ende vielleicht um 100 € geht, so macht es mit mir etwas komplett anderes, wenn es sich stattdessen plötzlich um 10.000 € oder mehr dreht.
Was sind die Vor- und Nachteile von Pokerturnieren vor Ort? Lohnt sich der Aufwand?
“Bei Live-Poker kann ein Bad Beat oder eine schlechte Entscheidung das gesamte Turnier kosten”
Bei dieser Frage scheiden sich sicherlich die Geister. Live-Turniere vor Ort spielte ich grundsätzlich nur aus Spaß und um Freunde zu treffen. Das Ziel, Geld zu gewinnen, stand hier nicht auf der Prioritätenliste.
Da ich das Pokerspiel immer als pragmatisch betrachte, sehe ich den sogenannten ROI (Return on Investment) bei allen Pokerformaten als entscheidend an. Das bedeutet: den durchschnittlichen Nettogewinn, den ich aus meinem Buy-in, beispielsweise bei Turnieren oder Sit & Go’s, erspiele.
“Je mehr Tische ich online spielte, desto mehr Geld verdiente ich.”
Ich spielte grundsätzlich immer um die 30 Tische oder mehr zur gleichen Zeit – es sei denn, einige größere Turniere liefen auf die Endphase zu. Dann reduzierte ich alles und konzentrierte mich auf diese Turniere. Je mehr Tische ich spielte, desto mehr Geld spülte es letzten Endes auf mein Konto.
Natürlich besteht im Live-Poker die Möglichkeit, einen deutlich höheren ROI zu erzielen, weil es dort viele Spieler gibt, die ihre Hände verraten oder live einfach nicht gut spielen. Aber man spielt Live-Poker nur an einem Tisch – und so kann einem auch ein Bad Beat oder eine schlechte Entscheidung das gesamte Turnier kosten.
Wie wichtig ist das oft erwähnte „Bankroll Management“ im Online-Poker wirklich, und wie sah Ihre persönliche Strategie aus, um Pleiten zu vermeiden?
Auch das Bankroll-Management gehört zu den elementaren Punkten, um erfolgreich Poker zu spielen. Allerdings bedeutet es nicht, dass ein Spieler mit einem guten Bankroll-Management niemals broke geht, also alles verliert, oder gar zu einem sogenannten Winning Player wird.
“Schlechte Phasen können manchmal Tage und Wochen dauern.”
Das Bankroll-Management soll die Spieler, die bereits verhältnismäßig passables Poker spielen, davor schützen, sich selbst zu schaden. Denn egal, wie gut ein Pokerspieler spielt, es gibt immer die sogenannten Up- und Down-Swings. Und schlechte Phasen dauern manchmal auch Tage und Wochen an – je nach Poker-Format vielleicht sogar Monate.
“Ich hatte ungefähr das 100-Fache eines Turnier- oder Sit-and-Go-Buy-ins auf meinem Konto.”
Das Bankroll-Management soll dabei verhindern, dass die gesamten Gewinne in Rekordzeit bei den Gegenspielern landen. Für mich bedeutete das konkret, dass ich ungefähr das 100-Fache eines Turnier- oder Sit-and-Go-Buy-ins auf meinem Konto hatte. Um also eine Session mit Sit’n’Gos mit einem Buy-in von 100 $ zu spielen, sollte die Bankroll mindestens 10 000 $ betragen.
Eigentlich sogar noch etwas mehr, da ich mir einen zusätzlichen Sicherheitspuffer von 30 bis 50 % einbaute, da ich an 20, 30, 40 Tische zur gleichen Zeit spielte und bei einem frühen Ausscheiden natürlich immer für neue Turniere oder Sit’n’Gos anmeldete.
So konnte es schon passieren, dass, bevor die ersten Gewinne wieder auf dem Konto landeten, der Kontostand um 3.000, 4.000, 5.000 oder 6.000 Dollar fiel. Bei zu hohen Limits oder einem schlechten Bankroll-Management kann das in einer schlechten Phase auch rasch den Bankrott bedeuten.
“Auch bei den Cash Games würde ich grundsätzlich immer 100 Buy-ins veranschlagen.”
Da bei GGL-lizenzierten Poker-Anbietern nur noch vier Tische gleichzeitig möglich sind, bedarf es eines so großen zusätzlichen Puffers nicht. Aber grundsätzlich würde ich immer 100 Buy-ins (auch bei den Cash Games) veranschlagen – plus eben 5 bis 10 extra Buy-ins, sofern an mehreren Tischen gespielt wird.
Wichtig hierbei: Letztlich entscheidet das Können, ob ein Spieler im Limit bleibt, aufsteigt oder im Limit absteigt. Das Bankroll-Management dient dazu, gegen die typischen Schwankungen abzusichern.
Wie sind Sie mit Pechsträhnen (Downswings) umgegangen? Welche mentalen Techniken haben Ihnen geholfen, „Tilt“ (emotionale Fehlentscheidungen aus Frust) zu vermeiden?
“Ein Downswing ist nicht immer (unbedingt) ein Downswing.”
So gut wie jede mehr oder weniger ernsthafte Pokerkarriere endet mit einem Downswing. Aber ein Downswing ist nicht immer ein Downswing. Der größte Fehler beim Spielen passiert immer genau dann, wenn man es dem fehlenden Kartenglück zuschiebt. Viele Spieler machen es sich hier zu einfach. Letztlich beweisen das viele Online-Beiträge über sogenannte rigged Poker-Plattformen, die letztlich aber nur auf ein schlechtes Mindset hinweisen.
Oft erwischt es auch Spieler, die über einen gewissen Zeitraum eine gute, solide Phase hatten, oft die richtigen Entscheidungen trafen – manchmal auch unterbewusst – und dann eben ganz unmerklich durch einige unglückliche Bad Beats ihr Spielverhalten verändern.
“Wer in einer schlechten Phase passiver spielt, kann für die Konkurrenz berechenbarer werden.”
Da gibt es Spieler, die in solchen Phasen mehr Hände spielen, aggressiver spielen. Aber es gibt auch zahlreiche Spieler, die dann passiver spielen, nur noch die Premium-Hände wie AA, AK – und so letztlich auch für die Konkurrenz berechenbarer werden.
“Lieber eine Pause einlegen und das Spiel stoppen.”
Wer glaubt, besonders vom Pech verfolgt zu sein, sollte als Erstes das Spielen stoppen und eine Pause einlegen. Dazu sollte jeder ambitionierte Spieler seine Hände und seine Entscheidungen analysieren. Hierfür gibt es mehrere Tools wie den PokerTracker, DriveHUD, PokerSnowie und viele mehr.
“Niemals mit starken Emotionen neue Tische öffnen.”
Ein Spieler sollte niemals mit Wut im Bauch oder anderen starken Emotionen neue Tische öffnen. Und selbst bei laufenden Turnieren bietet es sich manchmal an, eine kurze Pause von 5 oder 10 Minuten zu machen, etwas frische Luft zu schnappen oder sich einen frischen Kaffee zu holen.
Kurz gesagt: Emotionen sind das Schlimmste, was einem Spieler passieren kann, wenn es um wichtige Entscheidungen geht. Lesenswert ist hier beispielsweise das Buch The Poker Mindset, das viele dieser Situationen aufarbeitet und das ich jedem Pokerspieler nur ans Herz legen kann.
Welche Online-Tools oder Software sind für Sie unverzichtbar?
“Da ich weiß, dass sich viele Spieler an GTO orientieren, streue ich immer wieder Aktionen gegen diese Spieler.”
Ich halte Online-Poker-Software für unverzichtbar, da Online-Poker-Software bei entsprechendem Studium klare Indikatoren für die eigenen Schwachstellen im Spiel preisgeben kann.
Eine gute Poker-Software wie PokerTracker oder DriveHUD kann außerdem anzeigen, ob es sich aktuell um eine glückliche oder eine unglückliche Phase handelt. In diesen Tools kann ich die gespielten Hände überprüfen, Fehler lokalisieren und vieles mehr.
GTO+, PeakGTO, PokerGPT und weitere bieten auch KI-gestützte Trainings an – für ganz spezifische Situationen. Viele dieser Programme und Webseiten helfen zwar theoretisch die korrekten Entscheidungen, aber sie vergessen dabei die menschliche Komponente.
Gegenspieler dank pauschaler Software-Tipps überlisten
Da ich weiß, dass sich viele Spieler an GTO (Game Theory Optimal) orientieren, streue ich aber auch immer wieder Aktionen in mein Spiel gegen diese Spieler – weil ich eben weiß, wann sie laut GTO eine Hand aufgeben oder nicht.
Das mache ich aber auch nur, weil ich ja ohnehin nicht mehr als vier Tische spielen kann und ich Freude daran habe, meine Gegenspieler auszuspielen. Besonders lohnenswert ist hierbei meiner Meinung nach 888poker.
Haben Sie noch Tipps, die Sie jemandem mitgeben würden, der eine professionelle Pokerkarriere beginnen möchte?
“Jedes Limit hält andere Herausforderungen bereit.”
- Neue Spieler sollten sich von dem Gedanken lösen, einen bestimmten Gewinn erspielen zu wollen.
- Sie sollten Wert darauf legen, sich weiterzuentwickeln – und das ständig. Dazu gehören die Lektüre von Büchern, das Buchen von Coachings, das Nutzen von Trainingssoftware, und natürlich sollte jeder Spieler konstant sein eigenes Spiel analysieren.
- Jeder ehrgeizige Spieler sollte mit der untersten Sprosse der Karriereleiter beginnen und Limit um Limit aufsteigen. Dabei lernen die Spieler auch eine wichtige Lektion: Jedes Limit hält andere Herausforderungen bereit. Es ändert sich nahezu jedes Mal der Spielstil der Gegner.
- Spieler sollten sich auch nicht unter Druck setzen, sondern das Ziel verfolgen, die Gegenspieler zu analysieren, zu schlagen und dauerhaft besser als sie zu werden. Aber dabei wird es immer wieder Spieler geben, die besser sind – und die vielleicht auch besser bleiben. Und genau das sollte man auch erkennen, denn dann ist es Zeit, den Tisch zu wechseln und die entsprechenden Spieler zu meiden.
“Ich bin überzeugt, dass einige in der Öffentlichkeit stehende Spieler keine Winning Player sind.”
Ich warne auch vor Träumereien und vor Gewinntabellen von berühmten Poker-Persönlichkeiten, denn nicht immer ist das, was öffentlich präsentiert wird, auch die Wahrheit. Natürlich gewinnen gewisse Spieler millionenschwere Preisgelder bei der WSOP oder anderen Turnieren. Aber oft spielen diese Spieler auch erfolglos andere teure Turniere – undokumentiert. Und es steht auch nur selten geschrieben, ob die Spieler vielleicht sogar gesponsert wurden oder nicht.
Schlussendlich kann ich nur sagen, dass sich ambitionierte Spieler nicht mit der Illusion quälen sollten, schnell reich zu werden. Letztlich sollten die Spieler an sich arbeiten – mit dem Ziel, besser Poker zu spielen. Am Ende stellt sich dann heraus, ob ein Spieler das nötige Talent hat, den nötigen Biss und auch die nötige Intelligenz. Denn Poker ist auf Top-Niveau äußerst komplex. Aber auf diese Reise muss sich jeder Spieler selbst begeben – und herausfinden, ob er am Ende professionell Poker spielen kann oder nicht.










