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Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva hat eine schrittweise Anhebung der Glücksspielsteuer für lizenzierte Anbieter gebilligt. Mit der Unterzeichnung des neuen Ergänzungsgesetzes Complementary Law No 224 stellt die Regierung die steuerlichen Rahmenbedingungen des regulierten Marktes bis 2028 neu auf. Für Betreiber bedeutet das vor allem eines: steigende Abgaben bei gleichzeitig wachsendem politischen Druck auf illegale Angebote.
Stufenmodell bis 2028 beschlossen
Kern des Gesetzes ist eine gestaffelte Erhöhung der Steuer auf den Bruttospielertrag. Der aktuell geltende Satz von 12 Prozent wird ab 2026 auf 13 Prozent angehoben. Für 2027 ist ein weiterer Schritt auf 14 Prozent vorgesehen, ehe sich die Abgabe ab 2028 bei 15 Prozent stabilisieren soll.
Zusätzlich verpflichtet das Gesetz die Betreiber, einen wachsenden Anteil ihrer Einnahmen an die Sozialversicherung abzuführen. Dieser Anteil beginnt 2026 bei 1 Prozent, steigt 2027 auf 2 Prozent und erreicht 2028 schließlich 3 Prozent. Die Regierung verfolgt damit das Ziel, den regulierten Glücksspielmarkt stärker in die Finanzierung sozialer Systeme einzubinden.
Bereits zuletzt hatten sinkende Steuereinnahmen aus Sportwetten im Oktober gezeigt, wie sensibel der junge Markt auf regulatorische Eingriffe reagiert.
Übergangsfrist verschafft kurze Atempause
Obwohl viele Regelungen mit dem Jahreswechsel in Kraft getreten sind, greift die erste Steuererhöhung nicht sofort. Nach der brasilianischen Verfassung gilt für neue oder erhöhte Steuern eine Wartefrist von 90 Tagen ab Veröffentlichung. Betreiber erhalten damit eine kurze Übergangsphase, bevor der neue Satz von 13 Prozent tatsächlich angewendet wird.
Diese Frist wird in der Branche vor allem als Zeitfenster genutzt, um Geschäftsmodelle anzupassen und künftige Kosten einzuplanen.
Härteres Vorgehen gegen illegales Glücksspiel
Über die Steueranpassung hinaus enthält das Gesetz weitere weitreichende Maßnahmen. Künftig können auch Unternehmen haftbar gemacht werden, die illegale Wettangebote bewerben oder mit nicht lizenzierten Anbietern zusammenarbeiten. Das betrifft ausdrücklich auch Zahlungsdienstleister und Finanzinstitute, die Transaktionen für illegale Plattformen abwickeln.
Die Regierung will damit die wirtschaftlichen Grundlagen des Schwarzmarktes schwächen und die Kanalisierung hin zu lizenzierten Angeboten stärken.
Weitere Steuerdebatten bereits im Gange
Trotz der Einigung auf 15 Prozent bleibt die steuerpolitische Diskussion in Brasilien offen. Ursprünglich hatte ein Senatsausschuss sogar einen Steuersatz von bis zu 18 Prozent ins Spiel gebracht. Zudem sorgt ein weiterer Gesetzesentwurf für Unruhe, der eine zusätzliche Abgabe auf Spielereinzahlungen vorsieht. Diese wurde zwar im Senat verabschiedet, muss aber noch einmal durch das Abgeordnetenhaus, bevor sie dem Präsidenten zur Unterzeichnung vorgelegt werden kann.
Parallel dazu soll die neue CIDE-Bets-Abgabe erhebliche Mittel für den nationalen Sicherheitsfonds generieren. Experten warnen jedoch, dass eine zu hohe Gesamtbelastung die Attraktivität des legalen Marktes schwächen könnte.
Risiko für Kanalisierung bleibt bestehen
Juristen und Marktbeobachter sehen die Entwicklung mit gemischten Gefühlen. Zwar liegt der nun beschlossene Endsteuersatz unter früheren Maximalforderungen, dennoch wächst die Sorge, dass zusätzliche Abgaben Spieler wieder verstärkt zu nicht regulierten Angeboten treiben könnten.
Sollte die Steuerlast weiter steigen, droht nach Einschätzung von Branchenexperten ein Rückgang der Kanalisierungsquote. Damit stünde eines der zentralen Ziele der brasilianischen Glücksspielregulierung erneut auf dem Prüfstand.









