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Japan treibt die Öffnung seines Glücksspielmarktes weiter voran. Die Regierung hat angekündigt, im Mai 2027 eine neue Bewerbungsphase für zwei weitere integrierte Casino-Resorts (Integrated Resorts, IR) zu starten. Damit geht das Land den nächsten Schritt nach der Genehmigung des ersten Großprojekts in Osaka, das als Blaupause für künftige Standorte gilt.
Bereits jetzt richtet sich der Blick internationaler Investoren auf Japan, nachdem das MGM-Resort in Osaka als erstes Projekt grünes Licht erhalten hat und langfristig den japanischen Tourismus neu positionieren soll. Genau dieses Modell soll nun auf weitere Regionen übertragen werden.
Bewerbungsphase ab Mai 2027
Zwischen dem 6. Mai und dem 5. November 2027 können sich lokale Gebietskörperschaften offiziell als Standort für ein integriertes Resort bewerben. Voraussetzung ist ein umfassendes Gesamtkonzept, das weit über ein klassisches Casino hinausgeht. Gefordert werden unter anderem Hotels, Konferenzzentren, Kultur- und Unterhaltungsangebote sowie eine nachhaltige Einbindung in die regionale Infrastruktur.
Die Auswahl erfolgt auf Grundlage des IR-Gesetzes von 2018, das gezielt darauf ausgerichtet ist, den internationalen Tourismus zu fördern und längere Aufenthalte ausländischer Gäste zu ermöglichen. Neben wirtschaftlichen Effekten spielen dabei auch soziale Aspekte eine zentrale Rolle.
Hokkaido und Tokio als mögliche Kandidaten
Als potenzielle Interessenten gelten derzeit vor allem Hokkaido und der Großraum Tokio. Frühere Projekte in Yokohama und Nagasaki wurden hingegen wieder aufgegeben, teils aus politischen Gründen, teils wegen fehlender lokaler Unterstützung.
Ein entscheidendes Auswahlkriterium bleibt die Finanzierungsstruktur. Die Regierung legt großen Wert auf transparente Kapitalnachweise und langfristige wirtschaftliche Tragfähigkeit. Gleichzeitig müssen Bewerber überzeugende Konzepte zum Spielerschutz, zur Prävention von Spielsucht und zur öffentlichen Sicherheit vorlegen, um gesellschaftliche Akzeptanz sicherzustellen.
Osaka als Referenzprojekt für künftige Resorts
Das bereits genehmigte Resort in Osaka dient als Maßstab für alle kommenden Bewerbungen. Das Projekt entsteht auf der künstlichen Insel Yumeshima im Bezirk Konohana und soll nach aktueller Planung im Herbst 2030 den Vollbetrieb aufnehmen.
Entwickelt wird das Resort von der MGM Resorts Japan in Partnerschaft mit der Orix Corporation. Geplant ist ein weitläufiger Komplex mit Casino, mehreren Hotels, Konferenz- und Messeflächen, Theatern sowie umfangreichen Freizeitangeboten. Die Investitionssumme liegt bei rund 1,27 Billionen Yen, was etwa 8 Milliarden Euro entspricht.
Ziel ist es, jährlich mehrere Millionen internationale Besucher anzuziehen und Osaka dauerhaft als globale Tourismus- und Entertainment-Destination zu etablieren. Mehr Hintergründe zum strategischen Ansatz des Projekts liefert auch der Bericht über das geplante Hightech-Tourismuszentrum rund um das MGM-Resort in Osaka auf CasinoBeats.
Balance zwischen Wachstum und Regulierung
Mit der neuen Bewerbungsrunde steht Japan vor einer zentralen Weichenstellung. Einerseits sollen die integrierten Resorts neue Impulse für Tourismus, Beschäftigung und internationale Investitionen setzen. Andererseits bleibt der politische Druck hoch, negative Begleiterscheinungen wie problematisches Spielverhalten oder soziale Spannungen konsequent zu begrenzen.
Ob und welche Regionen letztlich den Zuschlag erhalten, dürfte daher nicht allein von wirtschaftlichen Kennzahlen abhängen, sondern maßgeblich davon, wie glaubwürdig die Konzepte den Spagat zwischen Wachstum, Regulierung und gesellschaftlicher Verantwortung meistern.









