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Der britische Online Glücksspielmarkt zeigt bereits zu Beginn des Jahres 2026 deutliche Ermüdungserscheinungen. Laut aktuellen Marktdaten reduzieren immer mehr lizenzierte Anbieter ihre Marketingausgaben oder bereiten sogar den vollständigen Rückzug aus Großbritannien vor. Hintergrund sind verschärfte Bonusregeln und massiv steigende Glücksspielsteuern, die den wirtschaftlichen Spielraum der Betreiber spürbar einengen.
Steuerhammer und Bonusregeln treiben Anbieter aus dem Markt
Besonders brisant ist die zeitliche Koinzidenz der Maßnahmen. Während neue Bonusvorgaben der UK Gambling Commission bereits ab dem 19. Januar greifen, folgt ab April 2026 eine drastische Steuererhöhung für Online Casinos. Die Kombination entwickelt sich für viele Anbieter zu einer kaum kalkulierbaren Belastung.
Schon im Herbst hatte sich abgezeichnet, dass die Steuerpolitik erhebliche Folgen haben könnte. Eine Erhöhung der Glücksspielsteuer in Großbritannien könnte bis zu 40.000 Arbeitsplätze kosten.
Neue Bonusregeln beschneiden zentrales Marketinginstrument
Kern der regulatorischen Änderungen ist eine deutliche Einschränkung von Bonusangeboten. Künftig dürfen Umsatzbedingungen maximal das Zehnfache des Bonusbetrags betragen. Zudem werden sogenannte Cross Product Promotions untersagt. Anbieter dürfen also keine kombinierten Boni mehr anbieten, etwa für Casino und Bingo gleichzeitig.
Aus Sicht der Aufsichtsbehörde sollen die Regeln Transparenz und Spielerschutz verbessern. Für Betreiber bedeutet dies jedoch den Verlust eines der wichtigsten Akquisitionsinstrumente im hart umkämpften Markt. Komplexe Bonusmodelle mit hohen Umsatzanforderungen waren bislang ein zentraler Hebel, um sich von der Konkurrenz abzuheben.
Gambler Media berichtet, dass mehrere Partner bereits ihre UK Kampagnen pausiert oder vollständig eingestellt haben. Einige lizenzierte Anbieter hätten angekündigt, ihre britischen Aktivitäten spätestens im März 2026 zu beenden.
Steuererhöhung verschärft wirtschaftlichen Druck massiv
Noch schwerer wiegt für viele Unternehmen die steuerliche Belastung. Ab April 2026 steigt die Remote Gaming Duty für Online Casino Produkte von 21 Prozent auf 40 Prozent. Auch Online Bingo wird künftig höher besteuert. Branchenbeobachter sprechen von einer der größten Kostensteigerungen, die der britische Glücksspielmarkt je erlebt hat.
Große Konzerne reagieren bereits. Flutter Entertainment senkte seine EBITDA Prognose deutlich und rechnet allein für das Geschäftsjahr 2026 mit einer Belastung von rund 320 Millionen Dollar. Für 2027 erwartet das Unternehmen sogar Einbußen von über 500 Millionen Dollar.
Auch Evoke, Muttergesellschaft von William Hill und 888, prüft laut Medienberichten strategische Optionen bis hin zu einer möglichen Zerschlagung oder einem Verkauf. Andere Marken, etwa aus dem Aspire Global Portfolio, haben den britischen Markt bereits verlassen.
Illegales Glücksspiel profitiert von regulatorischem Ungleichgewicht
Während lizenzierte Anbieter immer stärker reguliert werden, bleibt der Schwarzmarkt weitgehend unbeeinflusst. Offshore Plattformen unterliegen weder den Bonusbeschränkungen noch der hohen Steuerlast und können weiterhin aggressive Angebote bewerben.
Genau darin sehen viele Branchenvertreter das Kernproblem. Je unattraktiver das legale Angebot wird, desto größer wird die Abwanderung der Spieler zu nicht regulierten Anbietern. Die UK Gambling Commission warnt zwar regelmäßig vor fehlendem Spielerschutz auf illegalen Seiten, doch die Durchsetzung bleibt schwierig.
Viele Branchenexperten kommt zu dem Schluss, dass die Wettbewerbsfähigkeit lizenzierter Anbieter spürbar leidet, während nicht lizenzierte Plattformen Marktanteile gewinnen.
Branche warnt vor Jobverlusten und Marktverzerrung
Der britische Branchenverband Betting and Gaming Council findet deutliche Worte. Die angekündigten Steuererhöhungen seien eine der größten Belastungen für eine einzelne Branche in der jüngeren Wirtschaftsgeschichte. Tausende Arbeitsplätze stünden auf dem Spiel.
BGC Chefin Grainne Hurst erklärte, der Staat habe mit dem Budget keinen Sieg für den Spielerschutz errungen, sondern dem Schwarzmarkt einen Vorteil verschafft. Der einzige Gewinner dieser Politik sei der illegale Markt, der nun freie Bahn habe.
Wohin steuert der britische Glücksspielmarkt
Die Entwicklungen deuten auf eine strukturelle Verschiebung hin. Weniger lizenzierte Anbieter, geringerer Wettbewerb und steigende Attraktivität illegaler Angebote könnten langfristig genau das Gegenteil dessen bewirken, was die Regulierung erreichen wollte.
Ob die britische Regierung gegensteuert oder an ihrem Kurs festhält, dürfte entscheidend für die Zukunft des Marktes sein. Klar ist schon jetzt: Der Exodus lizenzierter Anbieter hat begonnen.









