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Die geplante Zusammenführung von Allwyn und OPAP hat eine entscheidende Hürde genommen. Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung am 7. Januar haben die Aktionäre von OPAP den notwendigen Beschlüssen zugestimmt, um die grenzüberschreitende Umstrukturierung und die weitere Annäherung an Allwyn voranzubringen. Damit rückt einer der größten Zusammenschlüsse im europäischen Glücksspiel und Lotteriesektor ein gutes Stück näher.
Die Transaktion ist Teil einer langfristigen Strategie, mit der Allwyn seine Konzernstruktur vereinfachen und seine Position als internationaler Glücksspielgigant weiter ausbauen will. Hinter dem Vorhaben steht unter anderem der tschechische Unternehmer Karel Komarek, der mit Allwyn eine zentrale Rolle im europäischen Glücksspielmarkt spielt.
Deutliche Zustimmung auf außerordentlicher Hauptversammlung
Konkret stimmten die OPAP Aktionäre über die grenzüberschreitende Sitzverlegung des Unternehmens ab. Diese ist ein zentraler Baustein der geplanten Fusion mit Allwyn. Laut gemeinsamer Mitteilung der Unternehmen wurde der entsprechende Tagesordnungspunkt mit 80,3 Prozent der abgegebenen Stimmen angenommen.
In absoluten Zahlen votierten rund 231 Millionen Aktien für den Beschluss, während etwa 50 Millionen dagegen stimmten. Weitere rund 6,4 Millionen Aktien entfielen auf Enthaltungen. Grundlage der Abstimmung waren mehr als 358 Millionen stimmberechtigte Aktien, eigene Aktien von OPAP ausgenommen.
Mit dem Beschluss erhält OPAP die rechtliche Grundlage, um seinen Unternehmenssitz zunächst nach Luxemburg zu verlegen. In einem weiteren Schritt ist anschließend eine Re Domizilierung in die Schweiz vorgesehen. Ziel ist es, die gesellschaftsrechtliche Struktur an die künftige Konzernorganisation anzupassen und gleichzeitig den laufenden Geschäftsbetrieb sowie regulatorische Vorgaben vollständig einzuhalten.
Strategische Fusion unter einem gemeinsamen Dach
Die geplante Zusammenführung von Allwyn und OPAP wurde bereits im Oktober 2025 angekündigt. Allwyn hält seit mehreren Jahren die Mehrheit an OPAP und verfolgt mit der Transaktion das Ziel, die Eigentümerstruktur weiter zu vereinheitlichen.
Im Rahmen der Fusion sollen OPAP Aktionäre ihre Anteile gegen Aktien an Allwyn tauschen können. Dadurch würde OPAP vollständig in den Allwyn Konzern integriert. Die Verantwortlichen sprechen von einer logischen Weiterentwicklung einer langjährigen Partnerschaft.
Gleichzeitig folgt der Schritt einem breiteren Trend im europäischen Glücksspielmarkt. Immer mehr Konzerne bündeln ihre Aktivitäten unter einer zentralen Holding, um effizientere Governance Strukturen zu schaffen und den Zugang zu internationalen Kapitalmärkten zu verbessern.
Weitere Genehmigungen bleiben Voraussetzung
Trotz der Zustimmung der Aktionäre ist der Zusammenschluss noch nicht abgeschlossen. Mehrere Bedingungen müssen weiterhin erfüllt werden. Dazu zählen zusätzliche regulatorische Freigaben sowie weitere formale Schritte im Rahmen der grenzüberschreitenden Umwandlung.
Eine wichtige Hürde wurde allerdings bereits im Dezember genommen. Die griechische Glücksspielaufsicht Hellenic Gaming Commission hat der Transaktion zugestimmt. Damit ist eine der zentralen regulatorischen Voraussetzungen erfüllt.
Darüber hinaus enthält die Vereinbarung eine Klausel zum Schutz der Transaktionsstruktur. Aktionäre, die gegen die Umwandlung gestimmt haben und von ihrem Recht auf Barabfindung Gebrauch machen, dürfen zusammen nicht mehr als fünf Prozent des gesamten OPAP Aktienkapitals ausmachen. Diese Schwelle kann zwar einvernehmlich aufgehoben werden, doch beide Seiten streben laut eigenen Angaben möglichst geringe Barabfindungen an.
Langfristige Beteiligung statt Barabfindung
Die Verwaltungsräte von Allwyn und OPAP betonen, dass eine breite Beteiligung der bisherigen OPAP Aktionäre am künftigen Konzern im Interesse aller Beteiligten liege. Hohe Barabfindungen könnten die geplante Eigentümerstruktur verwässern und den strategischen Nutzen der Fusion schmälern.
Sollten Aktionäre ihr Ausstiegsrecht nutzen, erhalten sie die entsprechende Barzahlung innerhalb eines Monats nach Wirksamwerden der Umwandlung. Während dieses Zeitraums sind die betroffenen Aktien nicht handelbar und berechtigen auch nicht zum Bezug der angekündigten Dividende in Höhe von 0,80 Euro je Aktie.
Zeitplan sieht Abschluss im Frühjahr vor
Nach aktuellem Stand rechnen die Unternehmen damit, die grenzüberschreitende Umwandlung innerhalb von etwa drei Monaten nach der Hauptversammlung abzuschließen. Damit könnte die Fusion bereits im Frühjahr 2026 in ihre finale Phase eintreten.
Sollte der Zeitplan eingehalten werden, würde Allwyn seine Position als einer der führenden Glücksspiel und Lotteriekonzerne Europas weiter festigen. Für den Markt wäre dies ein weiteres Signal, dass Konsolidierung und internationale Konzernstrukturen auch im regulierten Glücksspielumfeld weiter an Bedeutung gewinnen.









