
Wenn Sie über Affiliate-Links in unseren Inhalten einzahlen, erhalten wir möglicherweise eine Provision, ohne dass Ihnen dadurch zusätzliche Kosten entstehen. Bei CasinoBeats stellen wir sicher, dass alle Empfehlungen sorgfältig geprüft werden, um Genauigkeit und Qualität zu gewährleisten. Weitere Informationen finden Sie in unseren redaktionellen Richtlinien.
Der illegale Glücksspielmarkt in Österreich ist deutlich größer als lange angenommen. Eine aktuelle Analyse legt nahe, dass ein erheblicher Teil der Umsätze nicht im regulierten System erzielt wird, sondern bei Anbietern ohne österreichische Lizenz. Damit verschärft sich ein Problem, das Politik, Aufsichtsbehörden und legale Betreiber seit Jahren begleitet, nun aber eine neue Größenordnung erreicht.
Zahlen zeigen massives Ungleichgewicht
Nach den vorliegenden Schätzungen liegt das Volumen des illegalen Glücksspielmarktes in Österreich zwischen 435 und 616 Millionen Euro. Demnach könnte bis zu 71 Prozent der Nachfrage im unregulierten Markt liegen, während der legale Sektor nur noch rund ein Drittel der Umsätze erzielt.
Diese Zahlen verdeutlichen, wie stark sich der Markt in den vergangenen Jahren verschoben hat. Immer mehr Spieler entscheiden sich für Angebote, die weder einer österreichischen Lizenz noch den damit verbundenen Auflagen unterliegen. Für den Staat gehen damit nicht nur hohe Steuereinnahmen verloren, auch die Kontrolle über Spielerschutz und Marktmechanismen schwindet zunehmend.
Attraktivität illegaler Anbieter wächst
Als zentrale Ursachen für diese Entwicklung werden das staatliche Glücksspielmonopol und die hohe steuerliche Belastung legaler Angebote genannt. In Kombination sorgen diese Faktoren dafür, dass regulierte Plattformen für viele Spieler an Attraktivität verlieren. Illegale Anbieter punkten dagegen mit einem breiteren Angebot an Spielen, höheren Auszahlungsquoten und deutlich weniger Einschränkungen.
Laut Analyse ist inzwischen mehr als die Hälfte der aktiven Glücksspieler zumindest zeitweise im unregulierten Markt aktiv. Damit greifen wesentliche Schutzinstrumente wie Einsatzlimits, verpflichtende Spielpausen oder zentrale Sperrsysteme bei einem Großteil der Spieler nicht mehr. Der eigentliche Zweck der Regulierung wird so zunehmend unterlaufen.
Begrenzte Wirkung geplanter Maßnahmen
Auf politischer Ebene ist die Problematik zwar angekommen, die geplanten Gegenmaßnahmen stoßen jedoch auf Skepsis. Vorgesehen sind unter anderem IP-Sperren gegen illegale Anbieter sowie Eingriffe in den Zahlungsverkehr. Internationale Erfahrungen zeigen jedoch, dass solche Maßnahmen technisch relativ leicht umgangen werden können.
Aus Sicht der Branche reicht reines Blockieren nicht aus, um Spieler dauerhaft im regulierten Markt zu halten. Solange legale Angebote strukturell im Nachteil seien, bleibe der Anreiz groß, auf nicht lizenzierte Plattformen auszuweichen. Der Schwarzmarkt profitiert dabei von seiner Flexibilität und der geringen Durchsetzbarkeit nationaler Regeln.
Reformdiskussion rückt in den Fokus
Vor diesem Hintergrund gewinnt die Debatte über eine grundlegende Reform des österreichischen Glücksspielmarktes an Bedeutung. Diskutiert wird unter anderem eine Ausweitung der Lizenzvergabe, um zusätzliche Anbieter in den regulierten Markt einzubinden. Befürworter sehen darin die Möglichkeit, die Nachfrage besser zu kanalisieren und gleichzeitig den Spielerschutz zu stärken.
Kritiker des bestehenden Systems warnen, dass ein Festhalten am Monopol langfristig kontraproduktiv sein könnte. Anbieter mit ausländischen Lizenzen würden zunehmend verdrängt, ohne dass die Spieler in den regulierten Markt zurückkehren. Stattdessen drohe eine weitere Abwanderung in den illegalen Bereich.
Unterschiedliche Bewertungen bleiben bestehen
Während die Studie von einem sehr hohen Schwarzmarktanteil ausgeht, vertreten staatliche Akteure eine deutlich vorsichtigere Einschätzung. Demnach werde ein größerer Teil der Nachfrage weiterhin über regulierte Angebote abgewickelt. Unabhängig von der genauen Bewertung lässt sich jedoch nicht bestreiten, dass der illegale Markt einen erheblichen Umfang erreicht hat.
Illegales Glücksspiel ist in Österreich längst kein Randphänomen mehr. Die aktuellen Zahlen verdeutlichen, dass das bestehende System unter Druck steht und grundlegende Fragen zur zukünftigen Ausgestaltung des Marktes neu gestellt werden müssen.









