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Ein massiver Wettskandal erschüttert den internationalen Basketball. US-Bundesstaatsanwälte haben Anklage gegen 26 Personen erhoben, denen vorgeworfen wird, College-Basketballspiele in den USA sowie Profipartien in China systematisch manipuliert zu haben. Nach Angaben der Ermittler handelt es sich um eines der weitreichendsten Verfahren wegen Spielmanipulation seit dem berüchtigten Point-Shaving-Skandal von 1951.
Im Zentrum der Ermittlungen steht eine internationale Struktur aus Spielern, Trainern und professionellen Sportwettern. Die Anklage wurde nach jahrelangen Ermittlungen des Federal Bureau of Investigation öffentlich gemacht und vor einem Bundesgericht in Philadelphia entsiegelt.
Manipulation auf zwei Kontinenten
Laut Anklageschrift sollen die Beschuldigten gezielt Spiele der NCAA Division I sowie Begegnungen der chinesischen Basketball-Profiliga manipuliert haben. Dabei ging es nicht darum, Spiele zwingend zu verlieren, sondern gezielt den Punkteabstand zu beeinflussen. Diese sogenannte Point-Shaving-Methode ist für Wettmärkte besonders attraktiv, da sie schwerer zu erkennen ist als klare Spielabsprachen.
Die Ermittler sprechen von mehr als 29 manipulierten oder manipulierten Spielen, an denen über 39 Spieler aus mindestens 17 US-Collegeteams beteiligt gewesen sein sollen. Betroffen waren unter anderem Programme wie Saint Louis, Fordham, Buffalo, DePaul und Alabama State. Auch Spiele mit Beteiligung namhafter Conferences wie der Big East oder der Atlantic 10 stehen im Fokus.
Ursprung des Netzwerks in China
Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft nahm das System seinen Anfang im Jahr 2022 in China. Dort sollen hochdotierte Wettprofis Spieler der chinesischen Liga bestochen haben, um gezielt schwache Leistungen zu zeigen. Einer der Schlüsselfiguren soll der frühere College-Spieler Antonio Blakeney gewesen sein, der zu diesem Zeitpunkt in China aktiv war und weitere Spieler rekrutiert haben soll.
Die Gewinne aus diesen Manipulationen gingen laut Ermittlern in die Millionen. In einem Fall sollen fast 200.000 US-Dollar in bar als Bestechungsgeld übergeben worden sein. Später verlagerte sich das Modell auf den US-Collegebasketball, wo Spieler pro manipuliertem Spiel Beträge zwischen 10.000 und 30.000 Dollar erhalten haben sollen.
Bedrohung für die Integrität des Sports
US-Staatsanwalt David Metcalf sprach von einem Angriff auf die Grundwerte des Sports. Die mutmaßlichen Täter hätten nicht nur Spiele beeinflusst, sondern gezielt das Vertrauen in Fairness, Wettbewerb und sportliche Leistung untergraben. Besonders brisant ist dabei die Rolle aktiver Spieler, von denen einige zum Zeitpunkt der Anklage noch für ihre Colleges aufliefen und inzwischen suspendiert wurden.
Auch die NCAA reagierte deutlich. Präsident Charlie Baker forderte erneut strengere Einschränkungen bei Live-Wetten und Spieler-Spezialwetten, da diese Manipulationen begünstigen könnten. Bereits zuvor hatte die NCAA ihre Haltung zum Sportwettenmarkt verschärft und interne Verbote ausgeweitet.
Wettboom als Katalysator
Die Ermittler sehen einen klaren Zusammenhang zwischen der rasanten Ausbreitung legaler Sportwetten in den USA und der steigenden Zahl von Manipulationsfällen. Seit der Liberalisierung des Marktes im Jahr 2018 ist Sportwetten in den meisten Bundesstaaten erlaubt. Parallel dazu haben neue Einnahmequellen für College-Spieler durch NIL-Regelungen ein Umfeld geschaffen, das laut Anklage anfällig für kriminelle Einflussnahme ist.
Besonders Spieler ohne größere Werbeverträge seien gezielt angesprochen worden, so die Staatsanwaltschaft. Die Aussicht auf schnelles Geld habe Manipulationen erleichtert.
Mögliche Signalwirkung für den globalen Markt
Der Fall dürfte weit über den US-Basketball hinaus Folgen haben. Internationale Ligen, Wettanbieter und Aufsichtsbehörden beobachten das Verfahren genau. Sollten die Vorwürfe bestätigt werden, könnte dies zu strengeren Kontrollen, neuen Wettbeschränkungen und einer erneuten Debatte über die Rolle von In-Play- und Spezialwetten führen.
Fest steht bereits jetzt: Der Skandal markiert einen Wendepunkt in der Diskussion um Sportwetten, Spielerschutz und Integrität. Die kommenden Gerichtsverfahren werden zeigen, ob es gelingt, ein internationales Manipulationsnetzwerk rechtlich zu zerschlagen – und ob der organisierte Wettbetrug damit nachhaltig eingedämmt werden kann.









