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Die österreichische Glücksspielreform könnte zum teuren Eigentor werden. Eine aktuelle Studie zeigt: Das geplante Festhalten am staatlichen Monopol könnte bis 2031 Steuereinnahmen von 300 Millionen Euro vernichten – und Spieler massenhaft in die Illegalität treiben.
Strenge Regeln, leere Staatskassen
Der Gesetzesentwurf von Finanzminister Markus Marterbauer klingt auf dem Papier nach strengem Spielerschutz: Niedrigere Einsatzlimits, verpflichtende Verlustgrenzen und verlangsamte Spielabläufe sollen das staatliche Online-Angebot win2day sicherer machen. Die Branchenexperten von Branchenradar warnen allerdings vor einem massiven Denkfehler – diese Verschärfungen würden das legale Angebot derart unattraktiv machen, dass Spieler zu illegalen Offshore-Anbietern abwandern.
Die Zahlen sind eindeutig: Im schlimmsten Fall würde die Kanalisierungsrate in den legalen Markt bis 2031 auf gerade mal 27,8 Prozent abstürzen. Zum Vergleich – aktuell liegt sie bei rund 46,7 Prozent. Die kumulierten Steuereinnahmen würden von erwarteten 900 Millionen auf magere 600 Millionen Euro schrumpfen.
Schwarzmarkt boomt trotz Blockaden
Studienautor Andreas Kreutzer bringt es auf den Punkt: Technische Sperren wie DNS- und Payment-Blocking haben international nirgendwo funktioniert. Spieler finden immer einen Weg. Ohne ein konkurrenzfähiges legales Angebot wandern sie einfach ab – und der Staat schaut durch die Finger.
Die Alternative liegt längst auf dem Tisch: Eine kontrollierte Marktöffnung mit 15 Lizenzen nach dem Vorbild der Landesausspielungen. Branchenradar prognostiziert bei diesem Modell Steuereinnahmen von bis zu 1,88 Milliarden Euro – also mehr als das Dreifache des Monopol-Szenarios. Die Kanalisierungsrate würde auf über 85 Prozent steigen.
Casinos Austria kontert scharf
Die Österreichischen Lotterien und Casinos Austria sehen das naturgemäß anders. Sie bezeichnen die Studie als „höchst fragwürdig“ und verweisen auf EuGH-Urteile, die Monopole als besten Weg zur Risikokontrolle bezeichnen. Länder mit Liberalisierung wie Deutschland oder die Niederlande hätten mit steigender Spielsucht und einem weiterhin großen Schwarzmarkt zu kämpfen.
Tatsache bleibt: Österreich ist neben Polen das letzte EU-Land, das im Online-Bereich komplett auf ein staatliches Monopol setzt. Win2day, die Plattform der Casinos Austria, ist der einzige legale Anbieter – doch tausende österreichische Spieler nutzen längst internationale Plattformen mit EU-Lizenzen. Der Schwarzmarkt ist Realität, ob die Politik es wahrhaben will oder nicht.









