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Die niederländische Glücksspielaufsicht Kansspelautoriteit dreht Wettanbietern den Hahn zu. Die sogenannte „Share your bet“-Funktion muss mit sofortiger Wirkung verschwinden. Die Behörde stuft das Feature als versteckte Werbung ein, die sich nicht von Minderjährigen und gefährdeten Spielern fernhalten lässt.

Wie die Funktion funktioniert – und warum sie zum Problem wird

Die Mechanik ist simpel: Ein Spieler platziert eine Wette und teilt sie per Link über WhatsApp, Facebook oder andere Kanäle. Empfänger können die Wette mit einem Klick einsehen und direkt über ihr eigenes Konto kopieren. Genau hier setzt die Kritik der KSA an: Anbieter haben keinerlei Kontrolle darüber, wer diese Links erhält.

Die niederländischen Werberegeln für Glücksspiel sind streng. Anbieter müssen sicherstellen, dass Werbung nicht bei unter 24-Jährigen, Minderjährigen oder Personen mit Glücksspielproblemen landet. Bei geteilten Wett-Links ist das unmöglich zu garantieren. Die KSA erhielt mehrere Beschwerden aus dem Markt und kam nach Prüfung zum Ergebnis: „Share your bet“ ist indirekte Werbung über die Spieler selbst.

Spieler werden ungewollt zu Werbeträgern

Aus Sicht der Aufsichtsbehörde schafft die Funktion noch ein weiteres Problem: Glücksspiel wird normalisiert. Wenn Freunde und Familie Wetten teilen, wirkt das Ganze alltäglich und harmlos. Gerade junge Erwachsene bekommen so Glücksspiel direkt ins private Umfeld geliefert – empfohlen von Leuten, denen sie vertrauen.

Die KSA macht klar: Auch wenn die Verbreitung über Spieler läuft und nicht direkt vom Anbieter kommt, gelten dieselben Regeln wie für klassische Werbung. Wer eine Funktion anbietet, die faktisch Marketing ist, muss sich an die Werbevorschriften halten.

Sofortiger Stopp gefordert – Kontrollen angekündigt

Die Behörde fordert alle lizenzierten Anbieter auf, die Funktion umgehend abzuschalten. Wer nicht folgt, muss mit Durchsetzungsmaßnahmen rechnen. Die KSA kündigt an, auch künftig neue Features genau zu beobachten, die Glücksspiel indirekt verbreiten können.

Für Anbieter bedeutet das eine weitere Verschärfung in einem ohnehin bereits stark regulierten Markt. Neben höheren Lizenzgebühren ab April 2026 und laufenden Verfahren gegen die erhöhte Glücksspielsteuer müssen sie jetzt auch Produktfunktionen überdenken, die bisher als harmlose Social-Features galten.

Jas Jasarevic

Jas ist ein ausgewiesener Experte im Bereich Casino und iGaming. Mit tiefem Verständnis für Spiele, Strategien und Bonusangebote analysiert er Trends und teilt seine Erfahrungen in klaren, praxisnahen Beiträgen. Seine Leidenschaft für...