
Wenn Sie über Affiliate-Links in unseren Inhalten einzahlen, erhalten wir möglicherweise eine Provision, ohne dass Ihnen dadurch zusätzliche Kosten entstehen. Bei CasinoBeats stellen wir sicher, dass alle Empfehlungen sorgfältig geprüft werden, um Genauigkeit und Qualität zu gewährleisten. Weitere Informationen finden Sie in unseren redaktionellen Richtlinien.
Polymarket hat einen Wettmarkt auf das mögliche Explodieren der NASA-Artemis-II-Mission angeboten – mit vier Astronauten an Bord. Nach massivem Gegenwind wurde der Markt erst umbenannt und schließlich ganz geschlossen. Die Debatte über die Grenzen von Prediction Markets ist damit neu entfacht.
Wette auf den Absturz
Der Markt erschien erstmals am 20. Januar auf der Plattform unter dem Titel „Artemis II explodes?“ – eine schlichte Ja-oder-Nein-Wette darauf, ob die Rakete beim ersten bemannten NASA-Mondflug seit 50 Jahren in die Luft geht. Bis Mitte Februar wurden dort über 81.000 Dollar umgesetzt, bei einer impliziten Wahrscheinlichkeit von rund 8 Prozent. Die Artemis-II-Mission soll die vier Astronauten Reid Wiseman, Victor Glover, Christina Koch und Jeremy Hansen auf einem zehntägigen Mondflug ins All schicken – frühestens im März, nach einer Verzögerung wegen eines Wasserstofflecks beim Probelauf. Als Screenshots des Markts auf X viral gingen, war die Empörung groß. Podcast-Host Adam Johnson schrieb: „Wetten auf den Tod von Menschen sollte nicht legal sein.“ Luft- und Raumfahrtprofessor Dr. Chris Combs ging noch weiter: „Die Tatsache, dass es jetzt einen finanziellen Anreiz geben könnte, eine bemannte Weltraummission zu sabotieren, ist ziemlich dystopisch.“
Umbenennung, dann Rückzug
Polymarket reagierte zunächst mit einer semantischen Rettungsaktion: Der Markt wurde in „Artemis II booster rupture?“ umbenannt und das Unternehmen betonte, es gehe nur um einen definierten Hardware-Ausfall der Boosterstufe – nicht um die Sicherheit der Besatzung. Die Reaktion des Internets war eindeutig. „Und was glaubt ihr, würde mit den Menschen an Bord passieren?“, fragte ein Nutzer. Ein anderer übernahm die Logik von Polymarket sarkastisch: „Ich möchte gerne wetten, ob das Auto eures Social-Media-Teams auf dem Weg zur Arbeit explodiert.
Das ist auch nur ein Hardware-Szenario, oder?“ Wenige Tage nach dem Aufschrei zog Polymarket den Markt vollständig zurück und kündigte die Rückerstattung aller ausstehenden Anteile an. Die Begründung: „Verwirrung über das Ergebnis.“ Für Polymarket, das mit elfstelliger Bewertung und Investoren wie Donald Trump Jr. und Peter Thiel operiert, ist es nicht der erste Kontroverse dieser Art – der Anbieter hatte bereits auf den Titan-U-Boot-Absturz, den LA-Waldbrand und militärische Konflikte Wettmärkte angeboten.









