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Ein falscher Notruf hat am Donnerstagnachmittag einen massiven Polizeieinsatz an der Spielbank Hamburg am Stephansplatz ausgelöst. Gegen 15:15 Uhr rückten zahlreiche schwer bewaffnete Einsatzkräfte zur Casino Esplanade nahe dem Bahnhof Dammtor aus – kurz darauf stellte sich heraus: Es war alles erfunden. Der Fall wird dem sogenannten Swatting zugeordnet.

Taxi-Notruf meldet bewaffneten Angriff

Auslöser war ein Notruf, der über eine Taxifunkanlage abgesetzt worden sein soll. Darin wurde eine schwere Straftat unter Einsatz von Waffen im Casino Esplanade gemeldet. Die Polizei reagierte umgehend und alarmierte ein Großaufgebot. Schwer bewaffnete Kräfte stürmten das Gebäude, sicherten den Bereich und sperrten das Umfeld weiträumig ab, um unbeteiligte Passanten zu schützen. Vor Ort fanden die Beamten jedoch keine Gefahrenlage vor – die Spielbank war in normalem Betrieb, von einem bewaffneten Vorfall keine Spur.

Der Einsatz entpuppte sich damit als klassisches Swatting: eine gezielte, vorsätzliche Falschmeldung, um einen Großeinsatz der Sicherheitsbehörden auszulösen. Die Polizei Hamburg hat Ermittlungen wegen Notrufmissbrauchs aufgenommen. Für die Ermittler ist das kein Neuland – Hamburg hatte bereits 2023 einen ähnlichen Vorfall an genau derselben Spielbank, damals ausgelöst durch einen Anruf wegen angeblicher akuter Gefahr kurz vor Mitternacht. Und 2022 gab es eine Bombendrohung gegen das Casino Reeperbahn, auch damals ein Fehlalarm.

Swatting ist eine Straftat mit ernstem Nachspiel

Was manchmal als „Scherz“ abgetan wird, ist in Deutschland eine klare Straftat. Wer durch falsche Meldungen einen Polizei- oder Rettungseinsatz auslöst, macht sich nach § 145d Strafgesetzbuch strafbar – es drohen Geldstrafen oder eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren. Hinzu kommen potenziell die Einsatzkosten, die dem Verursacher in Rechnung gestellt werden können.

Das Problem ist ernst: Während die Polizei mit einem Großaufgebot zum Falschalarm rast, fehlen die Kräfte dort, wo sie wirklich gebraucht werden. In Deutschland nimmt Swatting – anders als in den USA, wo Prominente wie Justin Bieber oder Paris Hilton damit belästigt wurden – vor allem in der Online-Gaming- und Streaming-Szene zu. Bekannte Fälle wie der des Hamburger YouTubers Trymacs zeigen, dass das Phänomen längst in Deutschland angekommen ist. Die Ermittlungen im aktuellen Spielbank-Fall laufen.

Jas Jasarevic

Jas ist ein ausgewiesener Experte im Bereich Casino und iGaming. Mit tiefem Verständnis für Spiele, Strategien und Bonusangebote analysiert er Trends und teilt seine Erfahrungen in klaren, praxisnahen Beiträgen. Seine Leidenschaft für...