Washington – Eine Wette auf den Sturz des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro sorgt in den USA für Aufsehen. Ein US-Soldat soll kurz vor einer geheimen US-Operation mehr als 33.000 US-Dollar auf einen entsprechenden Ausgang gesetzt haben. Nach dem Einsatz soll die Wette ihm einen Gewinn von mehr als 409.000 Dollar eingebracht haben.
Der Fall beschäftigt nun die US-Justiz. Dem Soldaten Gannon Ken Van Dyke wird vorgeworfen, vertrauliche Informationen über die bevorstehende Operation genutzt zu haben. Er weist die Anschuldigungen zurück.
Auch Donald Trump äußerte sich zu dem Fall. Er kritisierte die zunehmende Bedeutung politischer Wettmärkte und warnte davor, dass politische Entscheidungen und internationale Ereignisse immer stärker zu einem Geschäft mit Wetten würden.
„Nun, die ganze Welt ist leider zu einer Art Casino geworden“, antwortete Trump. „Und wenn man sich ansieht, was überall auf der Welt vor sich geht, in Europa und überall sonst, dort betreiben sie diese Wettgeschäfte. Ich war nie ein großer Befürworter davon. Vom Grundsatz her gefällt mir das nicht, aber es ist nun mal so, wie es ist.“
Besonders brisant ist der Fall, weil Prognoseplattformen inzwischen Wetten auf politische und geopolitische Ereignisse ermöglichen. Die Affäre wirft damit eine zentrale Frage auf: Was passiert, wenn Menschen mit geheimen Informationen an solchen Märkten teilnehmen?