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Der jüngste Jahresbericht der britischen Spielerschutzorganisation GamCare fällt in eine Übergangsphase des britischen Systems zur Bekämpfung von Glücksspielsucht. Kurz vor der geplanten Einführung einer gesetzlichen Abgabe für Glücksspielanbieter meldet die Organisation deutliche Fortschritte für den Zugang zu Hilfsangeboten. Für das Geschäftsjahr 2024/25 weist GamCare spürbar kürzere Reaktionszeiten und stabil hohe Zufriedenheitswerte aus.
Deutlich schnellere Reaktionen bei Hilfsanfragen
Im Mittelpunkt des Berichts steht die verbesserte Erreichbarkeit der Beratungsangebote. 86 Prozent aller Kontakte über Telefon oder digitale Kanäle wurden innerhalb von 30 Sekunden angenommen. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 72,7 Prozent. Auch bei Fällen, in denen eine weiterführende Behandlung notwendig war, verkürzte sich die Wartezeit deutlich. Der erste Kontakt erfolgte im Schnitt nach 1,3 Tagen, zuvor waren es 2,1 Tage gewesen.
Für GamCare ist diese Entwicklung mehr als eine statistische Verbesserung. Der frühe Zugang zu Unterstützung gilt als entscheidend, um problematisches Spielverhalten nicht weiter eskalieren zu lassen. Der Bericht macht deutlich, dass schnelle Reaktionen gerade in akuten Phasen den Ausschlag geben können, ob Betroffene Unterstützung annehmen oder den Kontakt wieder abbrechen.
Verschiebungen bei Gründen für Hilfesuche
Parallel zu den kürzeren Wartezeiten zeigen sich Veränderungen im Profil der Ratsuchenden. Der Anteil der Personen, die finanzielle Probleme als zentrales Motiv für die Kontaktaufnahme nannten, ging deutlich zurück. Auch Angaben zu Angstzuständen und Depressionen wurden seltener gemeldet als im Vorjahr.
Gleichzeitig sank die Zahl der formalen Überweisungen in Behandlungsprogramme leicht. GamCare führt diese Entwicklung auf Anpassungen im eigenen Angebot zurück. Unterstützungsleistungen wurden stärker an nationalen klinischen Leitlinien ausgerichtet, um passgenauer auf unterschiedliche Problemlagen reagieren zu können. Nicht jeder Kontakt mündet damit automatisch in eine klassische Behandlung, sondern häufiger in abgestufte Hilfsangebote.
Hohe Zustimmung nach abgeschlossenen Behandlungen
Trotz dieser Veränderungen bleibt die Bewertung der Angebote durch die Nutzer auf einem sehr hohen Niveau. 96 Prozent der Personen, die eine Behandlung abgeschlossen haben, gaben an, die Leistungen von GamCare weiterempfehlen zu wollen. Diese Rückmeldungen wertet die Organisation als Bestätigung für die Qualität der therapeutischen Arbeit.
Der Bericht verweist zudem auf interne Anpassungen, mit denen Prozesse und Qualitätssicherung weiterentwickelt wurden. Ziel war es, sowohl steigenden Anforderungen als auch einer wachsenden öffentlichen Aufmerksamkeit gerecht zu werden, ohne die persönliche Betreuung zu beeinträchtigen.
Neujustierung der Präventions- und Bildungsarbeit
Weniger Reichweite verzeichnete GamCare im Bereich Prävention und Bildungsprogramme. Die Zahl der erreichten Personen sank im Vergleich zum Vorjahr. Hintergrund ist eine bewusste Neuausrichtung. Einige Programme wurden beendet, während andere gezielt auf bestimmte Bereiche konzentriert wurden.
Dazu zählen unter anderem Kooperationen mit dem Justizsystem, dem Gesundheitswesen und militärnahen Einrichtungen. Die Organisation sieht darin einen Schritt, um vorhandene Ressourcen gezielter einzusetzen und langfristig wirksamere Präventionsarbeit zu leisten.
Letzter Bericht vor grundlegender Finanzierungsänderung
Der Jahresbericht erhält durch den zeitlichen Kontext besondere Bedeutung. Es ist der letzte vollständige Bericht vor der Einführung der gesetzlichen Glücksspielabgabe, die ab April 2026 greifen soll. Bislang wurde GamCare überwiegend über freiwillige Beiträge der Branche finanziert. Dieses Modell wird durch ein verpflichtendes Abgabesystem ersetzt, das jährlich rund 100 Millionen Pfund für Prävention und Behandlung bereitstellen soll.
Mit der Umstellung sind neue Strukturen und Zuständigkeiten verbunden. Die aktuelle Führung sieht GamCare dennoch gut vorbereitet. Der Anspruch bleibt, den verbesserten Zugang zu Hilfe zu sichern und unter den neuen Rahmenbedingungen weiter auszubauen. Die Zahlen des Berichts liefern dafür eine belastbare Ausgangsbasis.









