Bei UFC 324 wurde ein geplanter Kampf kurzfristig abgesagt
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Kurz vor Beginn von UFC 324 in Las Vegas wurde ein geplanter Kampf überraschend aus dem Programm genommen. UFC-Präsident Dana White bestätigte nach dem Event, dass die Entscheidung auf auffällige Wettbewegungen zurückging. Eine externe Stelle, die die Entwicklung der Wettmärkte überwacht, hatte die Organisation vor ungewöhnlichen Mustern gewarnt. Daraufhin zog die UFC die Reißleine.

Der betroffene Kampf zwischen Michael Johnson und Alexander Hernandez war für die Undercard angesetzt. Wenige Stunden vor dem ersten Gong wurde er jedoch gestrichen. Nach Angaben von White erhielt die UFC eine sogenannte Wettwarnung, die auf nicht alltägliche Veränderungen der Quoten und Einsätze hinwies. In solchen Fällen wolle man kein Risiko eingehen, erklärte der UFC-Chef.

Auffällige Bewegungen auf dem Wettmarkt

Die Warnung bezog sich auf Entwicklungen, die für erfahrene Marktbeobachter untypisch sind. Solche Signale entstehen, wenn sich Wettlinien innerhalb kurzer Zeit deutlich verschieben oder auffällig hohe Einsätze auf bestimmte Ausgänge platziert werden. White machte klar, dass bereits dieser Verdacht ausreiche, um einen Kampf zu stoppen.

Konkrete Details zu den Mustern oder möglichen Ursachen nannte er nicht. Auch blieb offen, ob einer der beiden Kämpfer im Fokus der Auffälligkeiten stand oder ob externe Personen eine Rolle spielten. Mehrere Wettanbieter reagierten dennoch umgehend und nahmen entsprechende Angebote aus dem Programm. Für die UFC war damit die Grundlage für eine Austragung des Kampfes entfallen.

Eine kurze Entscheidung ohne Diskussion

White betonte, dass die Absage nicht zur Debatte stand. Nach Eingang der Warnung habe er sofort entschieden, den Kampf zu streichen. Eine Durchführung unter diesen Umständen sei für ihn keine Option gewesen. Die Organisation wolle vermeiden, auch nur den Anschein zu erwecken, dass Zweifel an der sportlichen Fairness ignoriert würden.

Dass diese Haltung konsequent umgesetzt wird, zeigte sich auch am Ablauf. Der Kampf wurde nicht verschoben oder später neu angesetzt, sondern vollständig aus dem Programm genommen. Für Zuschauer und Beteiligte kam diese Entscheidung kurzfristig, aus Sicht der UFC jedoch notwendig.

Warum Dana White von einem erneuten Vorfall spricht

Nach dem Event sagte White, es sei „wieder passiert“. Diese Aussage verweist auf frühere Vorfälle, die die UFC bereits beschäftigt haben. Besonders präsent ist dabei ein Fall aus dem Jahr 2025, der zu intensiven Diskussionen über Wettintegrität führte.

Damals geriet der Kämpfer Isaac Dulgarian in den Mittelpunkt, nachdem vor einem seiner Kämpfe auffällige Wetten auf seinen Gegner registriert worden waren. Die ungewöhnlichen Bewegungen auf dem Wettmarkt sorgten für Alarm bei Buchmachern und bei der UFC. Dulgarian verlor den Kampf in der ersten Runde, kurze Zeit später trennte sich die Organisation von ihm.

Ermittlungen als Belastungsprobe für die UFC

Im Zuge dieses früheren Falls bestätigte White, dass die UFC Kontakt mit dem FBI aufgenommen hatte. Ziel war es, zu klären, ob interne Informationen weitergegeben oder Kämpfe gezielt beeinflusst worden sein könnten. Auch wenn es keinen gerichtlichen Nachweis für ein Fehlverhalten gab, machte der Vorfall deutlich, wie sensibel das Thema geworden ist.

Vor diesem Hintergrund erklärt sich die harte Linie bei UFC 324. Die Organisation steht unter Druck, jeden Verdacht ernst zu nehmen, um den Sport nicht in Verdacht zu bringen. Auffällige Wettmuster gelten dabei als Frühwarnsignal und dürfen nicht ignoriert werden.

Wettintegrität bleibt zentrales Thema

Der abgesagte Kampf zeigt, wie eng Profisport und Wettmärkte miteinander verknüpft sind. Entscheidungen können heute nicht mehr allein sportlich getroffen werden, sondern müssen auch die Dynamik des Wettgeschäfts berücksichtigen. Für die Ultimate Fighting Championship bedeutet dies, dass selbst kurzfristige Eingriffe in den Ablauf eines Events in Kauf genommen werden.

Ob der aktuelle Fall weitere Untersuchungen nach sich zieht, blieb offen. Klar ist jedoch, dass die UFC bei entsprechenden Warnsignalen keine Grauzonen zulässt. Die Absage bei UFC 324 ist ein weiteres Beispiel dafür, wie strikt die Organisation inzwischen auf Hinweise aus dem Wettumfeld reagiert.

Timm Schaffner

Seit mehr als zehn Jahren arbeitet Timm Schaffner als freier Redakteur für diverse Online-Magazine und gilt als anerkannter Experte für iGaming. Zu seinen besonderen Fachgebieten zählen das deutsche Glücksspielrecht sowie internationale Entwicklungen...