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Steuer-Schock in den USA: Heftiger Rückenwind gegen die geplante 90%-Regel

Kritik an 90%-Regel für Glücksspielverluste

In einer kürzlich abgehaltenen Anhörung der US-amerikanischen Steuerbehörde IRS äußerten sich zahlreiche Vertreter der Glücksspielbranche und Steuerexperten kritisch zur geplanten 90%-Regelung für Glücksspielverluste. Diese Regelung, Teil des „Big Beautiful Bill“ (BBB), soll ab dem Steuerjahr 2026 in Kraft treten.

Breite Kritik an der 90%-Regelung

Unter den Sprechern befanden sich prominente Persönlichkeiten wie die Abgeordnete Dina Titus aus Nevada, Joshua Hamlet von Clarity Tax Counsel PLLC und Mike Vanaki von der American Gaming Association. Auch Gary Kondler von Kondler & Associates war vor Ort und brachte seine Bedenken zum Ausdruck. Die einhellige Meinung der Redner war, dass die Regelung ungerecht sei und insbesondere Spieler ohne jährliche Gewinne stark benachteilige. Kondler erklärte: „Die Glücksspielindustrie könnte unter den Auswirkungen der 90%-Regel leiden, da viele Spieler aus Angst vor den steuerlichen Konsequenzen abgeschreckt werden.“

Phantom-Einkommen als zentrales Thema

Ein wiederkehrendes Thema der Anhörung war das sogenannte „Phantom-Einkommen“. Dabei handelt es sich um steuerpflichtiges Einkommen, das nicht tatsächlich vom Steuerzahler erhalten wurde. Diese Problematik trifft vor allem Spieler, die am Ende des Jahres Verluste machen, aber dennoch Einkommenssteuer auf Glücksspielgewinne zahlen müssen, da diese nicht vollständig durch Verluste ausgeglichen werden können.

Auswirkungen auf die Glücksspielindustrie

Dina Titus wies darauf hin, dass die heimische Glücksspielindustrie 1,8 Millionen Arbeitsplätze, 104 Milliarden Dollar an Löhnen und Gehältern sowie 53 Milliarden Dollar an Steuereinnahmen für Staat und Kommunen generiert. Die Regelung könnte diese Zahlen erheblich beeinträchtigen. Während alternative Methoden wie die Session-Methode existieren, sind diese auf Bundesstaatsebene nur unzureichend geregelt und könnten zusätzlichen bürokratischen Aufwand bedeuten.

Die Redner forderten einstimmig, die Verlustabzugsregelung auf 100% der Glücksspielgewinne zurückzusetzen und die BBB-Regelung vollständig zu widerrufen. Die zu erwartenden Einnahmen der IRS stünden in keinem Verhältnis zu dem Aufwand, den die Behörde für die Umsetzung der Regelung betreiben müsste. Die Anhörung verdeutlichte die Sorge und Frustration der Betroffenen über die möglichen finanziellen Belastungen, die mit der Teilnahme an einem legalen Hobby verbunden sein könnten.

Kondler & Associates und andere Experten werden die Entwicklungen rund um die 90%-Regelung weiter beobachten und die Community informieren.

Björn Scholz

Björn Scholz Poker Experte

Björn begeisterte sich schon während seines Studiums für Online-Poker, Sportwetten und Casino-Spiele und hat viele Jahre lang seinen Lebensunterhalt durch Online-Poker bestritten. Seither ist er ein ausgewiesener Experte für Pokerfragen, Sportwetten, Casinos und alles, was dazu gehört.

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