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Portugal hat die Krypto-Prognoseplattform Polymarket angewiesen, ihren Betrieb im Land einzustellen. Hintergrund ist ein ungewöhnlich starkes Wettaufkommen auf den Ausgang der portugiesischen Präsidentschaftswahl. Kurz vor der Veröffentlichung der offiziellen Wahlergebnisse flossen mehrere Millionen Euro in entsprechende Prognosemärkte. Die nationale Glücksspielaufsicht sieht darin einen klaren Verstoß gegen das geltende Glücksspielrecht und ordnete Maßnahmen gegen die Plattform an.
Anordnung der Glücksspielbehörde
Zuständig für das Vorgehen ist der Serviço de Regulação e Inspeção de Jogos, kurz SRIJ. Die Behörde stufte Polymarket als nicht genehmigten Anbieter ein, der ohne Lizenz in Portugal tätig ist. Nach Angaben der Aufsicht wurde der Betreiber offiziell darüber informiert, dass der Dienst innerhalb von 48 Stunden einzustellen sei. Ziel der Maßnahme ist es, den Zugang für Nutzer in Portugal zu unterbinden und weitere Einsätze zu verhindern.
Zum Zeitpunkt der Berichterstattung war die Plattform trotz der behördlichen Anordnung weiterhin erreichbar. Die SRIJ bestätigte jedoch, dass der Betreiber über die Entscheidung informiert wurde und weitere Schritte vorbereitet würden, falls der Aufforderung nicht nachgekommen werde.
Auffällige Wettaktivität vor der Wahl
Auslöser für das Einschreiten war die Höhe der Einsätze auf politische Ereignisse. Innerhalb kurzer Zeit wurden mehr als 5 Millionen Euro auf Märkte zur Präsidentschaftswahl gesetzt. Besonders in den Stunden vor der Bekanntgabe der offiziellen Ergebnisse wurde verstärkt gewettet. Die Kursveränderungen einzelner Kandidaten fielen dabei deutlich aus und zogen die Aufmerksamkeit der Aufsichtsbehörden auf sich.
Nach den vorliegenden Angaben erreichte das Gesamtvolumen der portugiesischen Wahlmärkte ein deutlich höheres Niveau. Die Dynamik der Einsätze und die zeitliche Nähe zum Wahlausgang spielten bei der Bewertung durch die Behörden eine zentrale Rolle.
Klare Rechtslage bei politischen Wetten
Rechtlich beruft sich die Glücksspielaufsicht auf die nationale Gesetzgebung. In Portugal sind Wetten auf politische Ereignisse ausdrücklich verboten. Dieses Verbot gilt unabhängig davon, ob es sich um klassische Wettangebote oder um Prognosemärkte handelt, die auf Kryptowährungen basieren. Auch neue technische Modelle ändern aus Sicht der Behörden nichts an der rechtlichen Einordnung.
Da Polymarket weder über eine portugiesische Lizenz verfügt noch berechtigt ist, politische Wetten anzubieten, wird der Dienst als illegales Glücksspielangebot eingestuft. Eine Regulierung oder Überwachung der Plattform ist unter diesen Voraussetzungen nicht möglich.
Risiken für Nutzer ohne Lizenzschutz
Im Zusammenhang mit der Anordnung wies die Glücksspielbehörde auch auf mögliche Folgen für Nutzer hin. Bei nicht lizenzierten Anbietern besteht kein staatlicher Schutz für eingesetzte Gelder. Sollte der Zugang zur Plattform dauerhaft gesperrt werden, könnten Rückzahlungen problematisch oder gar nicht mehr möglich sein. Die Behörden machten deutlich, dass Spieler in solchen Fällen keinen Anspruch auf Unterstützung durch die Glücksspielaufsicht hätten.
Diese Hinweise sind Teil der allgemeinen Strategie, Nutzer auf die Risiken unregulierter Angebote aufmerksam zu machen und den legalen Markt zu stärken.
Teil einer breiteren europäischen Entwicklung
Der Schritt Portugals steht nicht isoliert. In mehreren europäischen Ländern geraten Prognoseplattformen zunehmend ins Visier der Regulierer, insbesondere wenn sie politische Ereignisse zum Gegenstand von Wetten machen. Nationale Glücksspielgesetze setzen hier enge Grenzen, die auch international tätige Anbieter beachten müssen.
Der Fall zeigt, dass staatliche Behörden bereit sind, konsequent gegen Plattformen vorzugehen, die ohne Genehmigung agieren. Für Betreiber unterstreicht dies die Bedeutung lokaler Lizenzen und klarer rechtlicher Grundlagen.
Signalwirkung für den Markt
Mit der Anordnung gegen Polymarket macht Portugal deutlich, dass politische Wetten keinen Graubereich darstellen. Unabhängig von technischer Ausgestaltung oder internationaler Reichweite gelten nationale Regeln weiterhin uneingeschränkt. Für den europäischen Glücksspielmarkt verdeutlicht der Vorgang, dass Innovation allein nicht ausreicht, um regulatorische Vorgaben zu umgehen.









