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Der niedersächsische Spielhallen-Betreiber Playland Casino GmbH hat Insolvenz angemeldet. Das Familienunternehmen aus Emden, das rund 50 Mitarbeiter beschäftigt und unter anderem die einzige Spielhalle auf der Nordseeinsel Norderney betreibt, steht nach fast fünf Jahrzehnten vor einem Neustart unter erschwerten Bedingungen.
Corona und steigende Steuern als Hauptursachen
Die Ursachen für die Schieflage sind bekannt – und symptomatisch für die gesamte Branche. Nach einem expansionsbedingten Wachstum bis 2021 haben die Lockdowns dem Unternehmen wirtschaftlich schwer zugesetzt. Dazu kommt der kontinuierlich steigende Druck durch Vergnügungssteuererhöhungen, die Spielhallenbetreibern bundesweit das Leben schwer machen. Playland ist damit kein Einzelfall: Erst kürzlich hatte Merkur eine Filiale in Wildeshausen geschlossen, ebenfalls in Niedersachsen, ebenfalls mit der Steuerlast als Hauptargument.
Insolvenzplan soll Betrieb retten
Geschäftsführer Jan Hendrik Meiners zeigt sich trotz der Lage optimistisch: Ein Insolvenzplan ist in Vorbereitung, der Betrieb läuft weiter. Vier unrentable Standorte wurden bereits aufgegeben, ein weiterer in Cloppenburg zum 1. März verkauft – sechs Filialen stehen noch zur Disposition. Die Kanzlei BBORS Kreuznacht Rechtsanwälte verwaltet das Verfahren. Meiners‘ Ziel ist es, das Unternehmen langfristig wieder eigenständig aufzustellen.
Der Fall Playland zeigt einmal mehr, wie eng der Spielraum für stationäre Spielhallen geworden ist. In Niedersachsen laufen zudem Ende 2025 die Übergangsregelungen für Doppelspielhallen aus – was laut Automatenverband AVN den Wegfall von rund 2.500 legalen Geldspielgeräten und bis zu 1.000 Arbeitsplätzen bedeuten könnte. Wer in diesem Umfeld überlebt, braucht mehr als Optimismus.









