70 % von Spielern können mit KI erzeugte Kartengeber bei Live Casino-Spielen nicht von menschlichen unterscheiden, ergab eine Studie des Entwicklerstudios BetGames.
Nutzer glaubten, mit echten Dealern zu spielen
Der Spielehersteller hatte im Rahmen einer Studie vorrübergehend menschliche Dealer im Livestream mit digitalen Nachbildungen ersetzt. Getestet werden sollte, wie die Spieler auf diese Veränderungen reagieren würden.
Überraschenderweise bemerkten die meisten Studienteilnehmer den kurzzeitigen Austausch nicht. Nur 30 Prozent erkannten den Unterschied.
Was heißt das für die Zukunft des Live Casinos?
Dies wirft die Frage auf, ob sich Softwareproduzenten in Zukunft dagegen entscheiden werden, echte Kartengeber live in ihre Spiele einzubinden. Viele große Hersteller beschäftigen professionell ausgebildete Dealer und Croupiers, die täglich Hunderte von Live-Streams betreuen. Die größten Unternehmen betreiben sogar teilweise eigene Studios.
Für Nutzer bietet dies ein authentisches Casinoerlebnis: Nicht nur spielen sie, wie in der Spielbank, mit echten Menschen, sie können sogar häufig direkt mit den Dealern im Chat kommunizieren – etwas, das diese Art von Spiel in Online Casinos bisher einzigartig gemacht hat.
Exorbitante Produktionskosten langfristig senken
Wie Nutzer die Verwendung von KI bei Spielen, die vorgeben live abzulaufen, aufnehmen würden, bleibt offen. Für Spieleentwickler könnte ein solcher Schritt aber eine Möglichkeit darstellen, teure Produktionskosten zu senken.
Laut dem Hersteller Juego Studios fallen die Kosten für die Produktion eines Live-Spiels erheblich höher aus als für klassische Tischspiele.
Während einfache, virtuelle Tischspiele etwa $15.000 kosten würden, liegen die Ausgaben für ein Live Casino Spiel oft bei mehr als $200.000, erklärt das Unternehmen auf seiner Website.
Live Casino Spiele gehören zu den beliebtesten Casinospielen überhaupt. Eine Veränderung könnte eine Reaktion der Spielergemeinschaft hervorrufen.