Der Senat von South Dakota hat mit 23 zu 10 Stimmen für ein Referendum über landesweite mobile Sportwetten gestimmt. Die Senate Joint Resolution 504 könnte im November zur Abstimmung kommen – wenn auch das Repräsentantenhaus zustimmt.
Die Resolution von Senator Casey Crabtree würde Online-Sportwetten per Verfassungsänderung ermöglichen. 2020 hatten die Wähler bereits Sportwetten in Deadwood-Casinos und zwei Tribal-Casinos genehmigt – allerdings nur vor Ort. Jetzt soll das Volk erneut entscheiden, ob der Staat den nächsten Schritt geht.
90 Prozent für Grundsteuer-Entlastung
Die Resolution legt fest, dass 90 Prozent der Steuereinnahmen aus Online-Wetten direkt in die Senkung der Grundsteuern fließen sollen. Ein kluger Schachzug: 2024 lagen die Grundsteuern in South Dakota bei 1,7 Milliarden Dollar. Crabtree argumentiert, dass diese Einnahmen bereits generiert werden – nur eben in Iowa, Wyoming und anderen Nachbarstaaten, wo Residents legal online wetten können.
Senator Steve Kolbeck brachte es auf den Punkt: Das Grand Falls Casino sitzt direkt hinter der Grenze in Iowa. South Dakota-Residents fahren rüber, wetten mobil und geben ihr Geld dort aus – für Essen, Drinks, Entertainment. Geld, das im eigenen Staat bleiben könnte.
Details folgen später
Die Resolution lässt bewusst viele Fragen offen. Steuersatz? Verbraucherschutz-Standards? Das würde die Legislative nach einem Ja der Wähler regeln. Gegner kritisieren genau das – und warnen davor, Grundsteuer-Entlastung von Glücksspiel-Einnahmen abhängig zu machen.
Senatorin Amber Hulse konterte: Die Leute wetten längst online, nur eben auf dem Schwarzmarkt. Warum nicht regulieren, Spielerschutz einbauen und wenigstens Steuern kassieren? Sie räumte aber auch ein, dass die Grundsteuer-Entlastung vermutlich nicht dramatisch ausfallen wird.
Wenn das Repräsentantenhaus ebenfalls zustimmt, kommt die Vorlage am 3. November aufs Ballot – zusammen mit mindestens vier weiteren Verfassungsänderungen.