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Capital Bra: 250.000 € Strafe wegen Glücksspiel auf Social Media

Capital Bra mit Mikrofon bei einem Konzert.
Von Foto: Stefan Brending, Lizenz: Creative Commons by-sa-3.0 de, CC BY-SA 3.0 de, Link

Der Berliner Musiker Capital Bra muss eine Geldstrafe von 250.000 € an die deutsche Glücksspielbehörde leisten. Mit Unterstützung der Polizei in Wiesbaden wurde der Bußgeldbescheid während eines Konzerts am Samstag an sein Management-Team überliefert.

Strafe wegen Glücksspielwerbung und Streams

Grund für das Bußgeld sei unerlaubte Casinowerbung, hieß es vonseiten der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL). Es ist in Deutschland seit dem neuen Glücksspielvertrag untersagt, für Casino-Inhalte zu werben, die keine deutsche Lizenz besitzen.

Unter anderem wurde Capital Bra, der mit richtigem Namen Vladyslav Balovatsky heißt, in Streams und Social-Media-Beiträgen dabei gefilmt, wie er illegale Glücksspiele spielte. Darüber hinaus soll er permanente Casino-Werbebanner eingerichtet haben. 

Capital Bra reagierte nicht auf Warnung

Laut der GGL wurde bereits im Oktober 2025 ein Verfahren eingeleitet, jedoch reagierte Capital Bra weder auf eine Anhörung noch auf eine Untersagungsverfügung oder einen Bußgeld-Warnhinweis.

Das führte dazu, dass die Zwangsgeldforderung während eines Live-Auftritts des Musikers in Wiesbaden am Samstag übergeben wurde. Einigen Quellen zufolge leugnete Capital Bras Management-Team, dass eine Übergabe stattgefunden habe. Sie hätten keine solche Forderung erhalten.

Influencer im Blick der Glücksspielbehörde

Streamer und Influencer, die öffentlich Glücksspiele in Casinos ohne deutsche Lizenz spielen, geraten immer öfter in den Fokus der Behörden. Da ihre Streams öffentlich zugänglich sind, müssen sie mit Untersagungen und möglichen Strafgeldforderungen rechnen.

Die Glücksspielbehörde warnt vor Glücksspiel-Streams, die Zuschauer in die Irre führen könnten: „Influencer und Streamer präsentieren in Livestreams und Videos häufig virtuelle Automatenspiele sowie Online-Casino-Spiele, die manipuliert oder unrealistisch dargestellt sein können”, heißt es auf der offiziellen Website. „Dadurch kann bei Zuschauerinnen und Zuschauern der Eindruck entstehen, außergewöhnlich hohe Gewinne seien jederzeit erreichbar.”

Der neue Glücksspielstaatsvertrag, der im Jahr 2021 in Kraft trat und in diesem Jahr neu evaluiert werden soll, dient dem Schutz von Spielern und soll ungesundes Glücksspiel unterbinden.

Timm Schaffner

Timm Schaffner iGaming Experte

Seit mehr als zehn Jahren arbeitet Timm Schaffner als freier Redakteur für diverse Online-Magazine und gilt als anerkannter Experte für iGaming. Zu seinen besonderen Fachgebieten zählen das deutsche Glücksspielrecht sowie internationale Entwicklungen auf dem iGaming-Markt.

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