Die Omnia Online GmbH hat beim Handelsgericht Wien Insolvenz angemeldet. Die Plattform, die seit 2003 gegen illegales Glücksspiel in Österreich vorgeht und hinter spieler-info.at und eu-infothek.at steckt, sitzt auf 2,32 Millionen Euro Schulden. 36 Gläubiger und ein Mitarbeiter sind betroffen.
Der Admiral-Deal bricht ihr das Genick
Warum die Pleite? Laut Eigenantrag hat der größte österreichische Glücksspielkonzern als Hauptauftraggeber den Laden dichtgemacht. Konkret genannt wird niemand, aber die Indizien sprechen eine klare Sprache: Im September 2025 verkaufte Novomatic seine Admiral-Sparte an Tipico. Der Deal war schon im Januar 2025 angekündigt worden. Nach dem Verkauf wurde der Vertrag mit Omnia Online schlicht nicht verlängert – und damit war die Finanzierung weg.
Interessant wird’s beim Blick auf die Beteiligten: Gesellschafter Gert Schmidt kennt man aus diversen Medienberichten als Novomatic-Lobbyist. Die Firma hatte sich darauf spezialisiert, mit Web- und KI-Recherchen illegale Glücksspielanbieter aufzuspüren. Eine Schwestergesellschaft zahlte sogar 150 Euro Prämie für brauchbare Hinweise.
Hoffnung auf Neustart
Ganz aufgegeben hat man noch nicht. Angeblich steht schon ein neuer Partner in den Startlöchern, der das Geschäft am Laufen halten soll. Wer das ist? Keine Ahnung, das wird nicht verraten. Den Gläubigern hat man 30 Prozent ihrer Forderungen angeboten, verteilt auf zwei Jahre. Bis 26. März können sie ihre Ansprüche anmelden, Ende April gibt’s dann die Sanierungsplantagsatzung.
Insolvenzverwalter ist Rechtsanwalt Christian Bachmann. Nicht betroffen von der Pleite ist übrigens die Omnia IP & Media Security GmbH, eine weitere Firma von Schmidt, die im Bereich Mediensicherheit arbeitet.