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Frisch freigelegte Justizakten des US-Justizministeriums enthüllen, wie Jeffrey Epstein im August 2013 – fünf Jahre nach seiner Verurteilung als Sexualstraftäter – einen luxuriösen Las-Vegas-Urlaub genoss, als wäre nichts gewesen. Elf Personen, sechs Luxussuiten, Nobu, Cirque du Soleil und eine Rod-Stewart-Residency im Caesars Palace – alles bestens organisiert über die Gästedienstleitung von Caesars Entertainment.

VIP-Behandlung trotz Vorstrafe

Laut Recherchen der Las Vegas Review-Journal buchte Epsteins Assistentin Lesley Groff das Wochenende als verspätetes Geburtstagsgeschenk – „Shhhhh 60!!!“ schrieb sie in einer E-Mail an den Caesars-Mitarbeiter. Auf dem Programm standen neben den Luxussuiten auch acht Konfesspässe für die DEF CON, die jährliche Hacker-Convention im Rio Hotel. Selbst eine Backstage-Begegnung mit Rod Stewart lehnte Epstein ab – nicht aus Desinteresse, sondern weil sein Terminplan zu voll war.

Sein krimineller Hintergrund schien dabei kein Hindernis zu sein. 2008 war Epstein nach einem Schuldeingeständnis wegen Anstiftung zur Prostitution und Prostitution mit Minderjährigen verurteilt worden. Er saß 13 Monate ab und musste sich danach lebenslang als Sexualstraftäter registrieren lassen – Vegas störte das offensichtlich wenig.

Leon Blacks Rolle und der Apollo-Conexus

Pikant ist, wer zumindest einen Teil der Reisekosten getragen haben soll: Leon Black, Mitgründer von Apollo Global Management und einer von Epsteins wohlhabenden Finanzclients. Apollo hielt damals eine bedeutende Beteiligung an Caesars Entertainment – und kontrolliert heute die Betriebsgesellschaften des Venetian, Palazzo und der Venetian Expo. Black trat im Juli 2021 von seinen Führungspositionen bei Apollo zurück, nachdem eine interne Untersuchung seine finanziellen Verbindungen zu Epstein beleuchtet hatte. Er selbst gibt an, sich an eine Bezahlung des Vegas-Trips nicht erinnern zu können.

Die Verbindung zwischen den beiden war keine Marginalie: Black soll sogar ein handgeschriebenes Gedicht zu Epsteins 50. Geburtstagstribut-Buch beigesteuert haben – neben Beiträgen von Donald Trump und Bill Clinton.

Die neu veröffentlichten DOJ-Akten zeigen auch, dass Epstein über Jahre hinweg Kontakten Tickets für Vegas-Shows besorgte, darunter beide Celine-Dion-Residencys im Caesars Palace, Penn & Teller im Rio sowie David Copperfields Show im MGM Grand. Das Netzwerk funktionierte – bis 2019 Epstein in seiner Manhattaner Gefängniszelle tot aufgefunden wurde, kurz nach einer neuen Bundesanklage wegen Menschenhandel mit Minderjährigen.

Julio Grossmüller
Julio Grossmüller

Julio ist leidenschaftlicher Casino Spieler mit langjähriger Erfahrung sowohl in klassischen Spielbanken als auch bei Online Casinos. Durch seine umfassende Praxis kennt er die Stärken und Schwächen der Anbieter genau und teilt...