Neil Sedaka ist tot. Der Songwriter und langjährige Las-Vegas-Headliner starb am Freitag, dem 27. Februar 2026, nach einem medizinischen Notfall im Alter von 86 Jahren. Die offizielle Todesursache steht noch aus. Seine Familie nannte ihn nicht nur eine Rock-and-Roll-Legende, sondern vor allem einen außergewöhnlichen Menschen.
Vom Teenie-Idol zum Strip-Mainstay
Sedaka war Julliard-ausgebildeter Pianist aus Brooklyn und einer der gefragtesten Songwriter der frühen Sechziger. „Breaking Up is Hard to Do“, „Calendar Girl“, „Oh! Carol“ – geschrieben für seine damalige Schulfreundin Carole King – die Hits saßen. Als die British Invasion 1964 seiner Plattenkarriere den Garaus machte, war Las Vegas zur Stelle. Sahara, Riviera, Desert Inn, später das Las Vegas Hilton: Sedaka spielte sich durch die Klassiker der Casinogeschichte – und legte dabei regelmäßig Chopin-Nocturnes mitten in seine Popshow. Weil er’s konnte.
Der Mann, der die Carpenters in die Tasche steckte
1975 trat Sedaka als Vorband der Carpenters in der Riviera auf – und das war sein Problem. Nach der dritten Nacht schmiss Richard Carpenter ihn raus, weil das Publikum lieber den Vorband sehen wollte als den Headliner. Sedaka selbst kommentierte das trocken: Er habe nicht gewusst, dass man zu gut für den Job sein kann. Nach Elton Johns Unterstützung beim Karriere-Comeback der Siebziger blieb er Las Vegas dauerhaft treu, zuletzt regelmäßig im Orleans Showroom. Sein finales Konzert dort: 8. Februar 2020, 80 Jahre alt, zweieinhalb Stunden Programm, keine Abstriche.
Sedaka hinterlässt seine Frau Leba – 64 Jahre verheiratet – sowie zwei Kinder.