Tom Goldstein, ein bekannter Anwalt und High-Stakes-Pokerspieler, steht erneut im Zentrum der Aufmerksamkeit der US-Behörden. Diese stufen ihn als Fluchtgefahr ein und fordern seine Inhaftierung, während er auf die Verkündung seines Strafmaßes in einem Steuer- und Hypothekenbetrugsfall wartet. Goldstein, der im Februar verurteilt wurde, versucht derzeit, seine Freilassungsbedingungen zu ändern.
Verbindungen und Vorwürfe
Die US-Behörden begründen ihre Einschätzung der Fluchtgefahr mit Goldsteins internationalen Verbindungen zu wohlhabenden Glücksspielern und seiner gescheiterten Ehe. Besonders im Fokus stehen seine früheren Äußerungen, gegen den texanischen Milliardär Andy Beal in einem Pokerduell um Millionenbeträge antreten zu wollen. Die Staatsanwaltschaft sieht darin einen Hinweis darauf, dass Goldstein eine ernsthafte Fluchtgefahr darstellt, um der gerechten Strafe zu entgehen.
Goldstein weist die Vorwürfe entschieden zurück und bezeichnet sie als „verleumderisch und unbegründet“. Er beantragte, seinen Wohnsitz von Washington D.C. nach Maryland oder zu seinen Eltern nach South Carolina zu verlegen, da die Beziehung zu seiner Ehefrau Amy Howe, die als seine Aufsichtsperson fungiert, zerrüttet sei.
Staatsanwaltschaft bleibt hart
In einer scharfen Erwiderung auf Goldsteins Anträge argumentiert die Staatsanwaltschaft, dass Goldstein „die Realität noch nicht akzeptiert“ habe, dass er „ein verurteilter Krimineller ist, der ins Gefängnis muss“. Sie vermuten, dass Goldstein versucht, die Strafverkündung hinauszuzögern, um seine Freilassung während des Berufungsverfahrens zu erreichen.
Die Staatsanwaltschaft verweist zudem auf Goldsteins Verbindungen zu Paul Phua, einem malaysischen Glücksspielmogul, der als Goldsteins Klient und finanzieller Unterstützer bekannt ist. Diese Verbindungen und seine Äußerungen über zukünftige Poker-Duelle mit Beal würden darauf hindeuten, dass Goldstein plant, die USA zu verlassen, um seine Pokerkarriere im Ausland fortzusetzen.
Goldsteins Verteidigung
Goldsteins Anwälte weisen die Vorwürfe zurück und betonen, dass er unter Hausarrest stehe, mit elektronischer Fußfessel überwacht werde und sein Reisepass bei den Behörden hinterlegt sei. Sie argumentieren, dass die Regierung keine plausible Erklärung dafür geliefert habe, wie Goldstein unter diesen Bedingungen fliehen könne.
Der Fall Goldstein sorgt weiterhin für Schlagzeilen, während die Gerichte über seine Anträge und die Forderungen der Staatsanwaltschaft entscheiden. Eine endgültige Entscheidung über seine Freilassungsbedingungen steht noch aus, während er sich auf das Berufungsverfahren vorbereitet.