Es hat 53 Jahre gedauert, aber nun können sich die New York Knicks endlich wieder Meister nennen.
In einer Stadt, in der Basketball ein fester Bestandteil des Alltags ist, könnte man davon ausgehen, dass die Heimmannschaft inzwischen schon mehrere Meisterschaften gewonnen hat. New York musste so lange auf einen Titel verzichten, dass sogar ein Team aus einem anderen Bundesstaat (die Nets) geholt wurde, um die Stadt zu vertreten.
Die Knicks gewinnen die NBA-Finals zum ersten Mal in 53 Jahren
Doch tief im Inneren hofften lebenslange Basketballfans, dass die Mannschaft, mit der sie aufgewachsen sind, den großen Titel gewinnt. Am Samstag, dem 13. Juni 2026 (in Deutschland am frühen Sonntagmorgen), wurde dieser Traum wahr.
Unter der Leitung von Cheftrainer Mike Brown und dank der Brillanz von Point Guard Jalen Brunson gewannen die Knicks ihre erste Meisterschaft in über 50 Jahren. Mit einem hart umkämpften 94:90-Sieg gegen die San Antonio Spurs sicherten sie sich das Spiel 5 der NBA-Finals.
New York Knicks Eigner James Dolan konnte seine Freude kaum fassen: „Hey New York, tut mir leid, dass es so lange gedauert hat, aber jetzt ist es endlich so weit“, jubelte er.
Bürgermeister Zohran Mamdani zeigte sich bewegt und lobte die Mannschaft dafür, immer wieder schwierige Momente überwunden und daraus etwas Positives geschaffen zu haben. Besonders hob er die Mentalität von Starspieler Jalen Brunson hervor, dessen Einsatzbereitschaft und persönliche Opfer maßgeblich dazu beigetragen hätten, dass dieses Ziel nun erreicht werden konnte.
Was macht diesen Sieg für New York so spektakulär?
Knapp 10 Minuten vor Spielende lag das Team von Mike Brown noch mit 9 Punkten zurück, wodurch die analytisch berechnete Gewinnwahrscheinlichkeit bei nur etwa 15 % bis 20 % lag! In einem sensationellen Spiel schaffte es die Mannschaft einen 16 Punkte Rückstand aufzuholen. In den letzten Minuten kam es dann zweimal zum Gleichstand – intensive Momente für die Knicks-Fans.
Bemerkenswert an diesem Sieg ist auch, dass die Knicks das entscheidende Spiel der Serie in der Heimatstadt ihrer Gegner – San Antonio, Texas – gewannen.
Historisch gesehen hatte NYC schon immer zwei Baseballteams – die Yankees und die Mets – sowie zwei Eishockeyteams – die Islanders und die Rangers. Das führte oft zur Polarisierung der Einwohner. Doch bis vor kurzem gab es in New York nur ein einziges Basketballteam, nämlich die Knicks. Das einzige Team, das allen gehörte. In jedem Stadtteil sieht man Orange und Blau. Besonders an diesem Wochenende.