Bei der Schweizer Nationalmannschaft sorgen Visa-Probleme kurz vor dem WM-Turnierstart für Aufregung.
San Diego/Bern – Wenige Tage vor dem Auftakt der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 muss die Schweizer Nationalmannschaft überraschend auf ihren Stammstürmer Breel Embolo verzichten. Der 29-Jährige konnte nicht gemeinsam mit dem Team in die USA reisen, nachdem seine elektronische Einreisegenehmigung (ESTA) kurzfristig erneut überprüft wurde.
Die Schweizer Nati war bereits in Richtung ihres WM-Quartiers in San Diego aufgebrochen, als die Nachricht eintraf. Nach Angaben des Schweizerischen Fußballverbands war Embolos ESTA zunächst genehmigt worden. Kurz vor dem Abflug wurde die Freigabe jedoch wieder in Prüfung genommen, wodurch dem Angreifer die Einreise vorerst verwehrt blieb.
Schnelle Lösung nach Eilantrag
Inzwischen haben sich Verband und Spieler um eine schnelle Lösung bemüht. Neuere Berichte deuten darauf hin, dass die Angelegenheit inzwischen geklärt wurde und Embolo die notwendige Einreisegenehmigung erhalten hat. Demnach soll der Stürmer verspätet zum Schweizer Team in die USA reisen und steht rechtzeitig für den Auftakt bei der Weltmeisterschaft zur Verfügung. Die Schweizer Nationalmannschaft hat die besten Quoten auf ihren Gruppensieg in den aktuellen WM Wetten.
«Klar brauchen wir Breel auf dem Platz», erklärte Nationaltrainer Murat Yakin nachdem bekannt wurde, dass der Stürmer das Testspiel gegen Australien verpassen würde. «Aber das Wichtigste ist, dass es jetzt endlich geklappt hat.»
Embolo muss Testspiel aussitzen
Für Yakin wäre ein längerer Ausfall ein herber Rückschlag gewesen. Embolo gilt als Schlüsselspieler im Schweizer Angriff und gehört zu den erfahrensten Akteuren im WM-Kader. Die Eidgenossen bestritten vor dem Turnierbeginn noch die Begegnung gegen Australien, das der Stürmer verpasste und welches im Gleichstand (1:1) endete.
«Wir haben 23 Feldspieler und drei Torhüter, die jederzeit von Beginn an spielen können», zeigte sich der Nati-Trainer gegenüber der Presse zuversichtlich und sei froh, dass der 29-Jährige nun doch antreten könne.
Der ehemalige Bundesligaspieler (2016-2022 für FC Schalke 04 und Borussia Mönchengladbach) hatte im Anschluss an die Einreiseverweigerung bei der US-Botschaft in Bern einen Visumsantrag gestellt, der laut Medienberichten mit Priorität behandelt wurde. Hintergrund der Verzögerungen sollen zusätzliche Prüfungen im Zusammenhang mit einer früheren Verurteilung sein. Die Frage der amerikanischen Behörden, ob physische Gewalt dabei im Spiel gewesen war, konnte schnell mit «Nein» beantwortet werden. Aktuell sind eine Reihe von Spielern und sogar Schiedsrichter Omar Artan von Einreiseverboten und Visaproblemen betroffen.
Optimismus statt Frust bei der Nati
Trotz der Unsicherheit gaben sich die Verantwortlichen optimistisch. Bereits kurz nach Bekanntwerden der Probleme rechnete der Verband damit, dass Embolo zeitnah zum Team stoßen könne. Auch seine Mitspieler sendeten dem Angreifer über soziale Medien aufmunternde Grüße aus dem Mannschaftsflugzeug.
Die Schweiz startet bei der WM 2026 mit hohen Erwartungen in die Gruppenphase. Berichten zufolge wird Breel Embolo zum Auftakt gegen Katar auf dem Platz stehen.