Die schwedische Spelinspektionen hat den Glücksspielanbieter WinBet gesperrt
Foto von Erwan Hesry auf Unsplash

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Die schwedische Glücksspielaufsicht Spelinspektionen hat ein klares Zeichen gegen unlizenzierte Anbieter gesetzt und WinBet NV mit sofortiger Wirkung vom Markt ausgeschlossen. Der Grund: Das Unternehmen habe über seine Plattform Superb.bet gezielt schwedische Spieler angesprochen, ohne über die dafür notwendige Lizenz zu verfügen.

Webseite bot Schwedisch und Zahlungen in Kronen an

Wie die Spelinspektionen mitteilt, hatte man eine Untersuchung gegen WinBet eingeleitet, nachdem Hinweise auf Verstöße vorlagen. Die Behörde stellte fest, dass Superb.bet gleich mehrere Kriterien erfüllt, die nach schwedischem Recht als eindeutiges Ansprechen des heimischen Marktes gelten. So wechselte die Seite automatisch in die schwedische Sprache, wenn Nutzer aus Schweden darauf zugriffen. Außerdem konnten Zahlungen in Schwedischen Kronen abgewickelt werden. Dies war ein weiteres Indiz dafür, dass gezielt Spieler aus dem Land angesprochen wurden.

Obwohl WinBet nur über eine Lizenz in Griechenland verfügt, konnten sich schwedische Spieler problemlos registrieren und am Spiel teilnehmen. Auf die Möglichkeit, zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen, habe das Unternehmen laut der Spelinspektionen nicht reagiert. Deshalb sei die Entscheidung zur Sperre unverzüglich erfolgt.

Nicht der erste Ärger für WinBet

Für WinBet ist dies übrigens nicht die erste Konfrontation mit europäischen Glücksspielaufsichten. Bereits im vergangenen Oktober war das Unternehmen ins Visier der niederländischen Behörde Kansspelautoriteit geraten. Diese hatte festgestellt, dass WinBet auf mehreren Plattformen wie Galaxyspins.com, Winnercasino1.bet, Superb1.bet und Doctorspins.com unerlaubt Glücksspiele für niederländische Kunden angeboten hatte – ohne die erforderliche Genehmigung.

Die Folge: WinBet wurde aufgefordert, seine Aktivitäten sofort einzustellen, andernfalls drohten wöchentliche Strafzahlungen von bis zu 280.000 Euro, die auf maximal 840.000 Euro hätten anwachsen können.

Ein ähnlicher Fall sorgte jüngst ebenfalls für Schlagzeilen: In Australien wurde der Betreiber Betsson zu einer Geldstrafe verdonnert, weil er einem gesperrten Spieler trotzdem Werbung zuschickte. Auch dieses Beispiel zeigt, wie wachsam die Aufsichtsbehörden in vielen Ländern inzwischen agieren.

Andere Anbieter in Schweden unauffällig

Neben der Sperre für WinBet hatte die Spelinspektionen zuletzt auch bei anderen großen Namen genau hingesehen. Im Juni nahm die Behörde AB Trav och Galopp (ATG), Svenska Spel Sport & Casino sowie Lotto Direct unter die Lupe. Dabei ging es um die Einhaltung bestimmter Meldepflichten. Die Prüfung blieb jedoch ohne Beanstandung, alle drei Anbieter konnten die Anforderungen erfüllen und wurden ohne weitere Maßnahmen aus der Aufsicht entlassen.

Damit macht die schwedische Aufsicht deutlich, dass man zwar gegen schwarze Schafe konsequent durchgreift, aber seriöse Betreiber, die sich an die Regeln halten, nicht über Gebühr belastet.

Timm Schaffner

Seit mehr als zehn Jahren arbeitet Timm Schaffner als freier Redakteur für diverse Online-Magazine und gilt als anerkannter Experte für iGaming. Zu seinen besonderen Fachgebieten zählen das deutsche Glücksspielrecht sowie internationale Entwicklungen...