Ein Spieler hat vor dem Oberlandesgericht Köln die Rückzahlung von mehr als 130.000 Euro durchgesetzt. Das Gericht entschied am 14. August 2026, dass der Anbieter BML Group Ltd. die Verluste vollständig erstatten muss.
Der Mann hatte zwischen Januar 2017 und April 2021 auf den Webseiten CasinoEuro und Betsson gespielt und dabei insgesamt mehr als 130.000 Euro verloren.
Das Gericht deutet darauf hin, dass Online-Glücksspiele in Deutschland während dieses Zeitraums grundsätzlich verboten waren. Der Anbieter verfügte außerdem nicht über die erforderliche deutsche Genehmigung. Deshalb seien die Spielverträge unwirksam und der Spieler könne seine Verluste zurückfordern.
Das OLG Köln bestätigte damit ein früheres Urteil des Landgerichts Bonn. Auch der Umstand, dass der Spieler möglicherweise teilweise aus dem Ausland gespielt hatte, änderte nach Ansicht des Gerichts nichts an seinem Anspruch.
Das Urteil betrifft die Rechtslage für den Zeitraum vor dem 1. Juli 2021. Seitdem gelten in Deutschland andere Regeln für Online-Glücksspiele, die grundsätzlich eine entsprechende Erlaubnis voraussetzen.